München: Welpen-Transporter wird aus dem Verkehr gezogen – Tierheim verkündet furchtbare Hunde-Geschichte

München: Der illegale Welpentransport wird fast schon zur Gewohnheit.
München: Der illegale Welpentransport wird fast schon zur Gewohnheit.
Foto: IMAGO / Reinhard Kurzendörfer

Erst kürzlich hat eine Tierschützerin in München in geheimer Mission Tierhändler aus Rumänien in die Falle gelockt, indem sie sich als Kaufinteressentin ausgegeben hat (>>> hier kannst du die ganze Nachricht lesen).

Nun berichtet ein Tierheim in München von einem illegalen Welpentransport.

München: Tierheim berichtet über illegalen Welpentransport

Auf Facebook teilt der Tierschutzverein München Informationen über die Geschehnisse: „Vergangenes Wochenende mussten unsere TierärztInnen und PflegerInnen mal wieder in die menschlichen Abgründe der illegalen Welpenhändler blicken. Zwei rund fünfmonatige Mischlingshunde kamen in unser Tierheim, nachdem ein illegaler Hundetransport in Markt Schwaben aus dem Verkehr gezogen worden war.“

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Der Transporter führte anscheinend ingesamt fünf Hunde, die zwischen Möbel und Gerümpel verfrachtet wurden.

Das traurige: „Neben der beiden Mischlings-Junghunde waren noch drei etwas über sieben Wochen alte Welpen an Bord, die bis zum Bauch in Plastiktüten voll Kot und Urin geschnürt waren, damit sie während der langen Fahrt nicht ins Auto machen.“

Die beiden Mischlingshunde wurden in Katzenboxen gezwängt. Zum Glück habe der Zoll die Hunde entdeckt, sodass der ganze Spuk ein Ende hatte.

Was mit den Hunden geschieht, wissen die Verantwortlichen des Tierheims noch nicht, aber die Vierbeiner können sich jetzt erstmal von den Strapazen erholen.

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München: Tierfreunde sind aufgebracht

Einen Grund für das hohe Aufkommen dieser illegalen Transporte sieht das Tierheim in der steigenden Nachfrage von Haustieren: „Seit Corona ist die Nachfrage nach Haustieren allgemein und nach Hundewelpen im Speziellen explosionsartig gestiegen. Obwohl Tierschutzorganisationen in ganz Deutschland als auch international permanent vor zwielichtigen, unseriösen Verkaufsanzeigen warnen und auf das große Leid der Welpen als auch der Mutterhündinnen in den ausländischen Zuchtbetrieben hinweisen, floriert der illegale Handel geradezu.“

Das Tierheim empfiehlt deswegen die Adoption aus dem Tierschutz und plädiert für die wirkliche Überzeugung gegenüber einer Tieranschaffung: „Bitte macht euch vor der Anschaffung eines Haustieres die lebenslange Verantwortung (Lebenslänge des Tieres) bewusst und wägt gründlich ab, ob ihr die Bedürfnisse des Tieres langfristig – auch nach Corona noch – erfüllen könnt.“

Tierfreunde sind jedenfalls mehr als ergriffen von dem Beitrag und teilen ihre Kommentare:

  • „Unfassbar! Das tut mir im Herzen weh! Zum Glück habt ihr die Hunde befreien können! Leider wird der Mensch nie aufhören mit der Qual anderer Geld zu verdienen...“
  • „Unglaublich, dass es immer noch scheinbar massenweise Idioten gibt, die diese armen Wesen kaufen wollen“
  • „Ich könnte kotzen ... immer wieder das Gleiche.“
  • „Traurig einfach, dass es trotzdem immer wieder im Fernsehen kommt oder in den Zeitungen, Internet steht es immer wieder!“

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Kleinen im Tierheim München bald von diesem Schock erholen. (pag)