München: Mahnmal erinnert an getötete Mutter – Anwohner reagieren unfassbar

München: Anwohner ärgern sich über ein Mahnmal. (Symbolbild)
München: Anwohner ärgern sich über ein Mahnmal. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Cord

Im vergangenen Jahr wurde eine 34-jährige Mutter in München brutal getötet.

Unbekannte haben nun ein Mahnmal in Gedenken an die schreckliche Tat aufstellt – das passt aber anscheinend einigen Anwohnern in München überhaupt nicht.

München: Frau wurde im November 2020 ermordet

Wie die „tz“ berichtet, war die 34-Jährige zunächst von Verwandten als vermisst gemeldet worden. Bei einer zweiten Durchsuchung ihrer Wohnung in München fanden die Polizeibeamten die Leiche der zweifachen Mutter. Sie befand sich in einem Bettkasten eines Kinderbetts und war dort tagelang nicht entdeckt worden.

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Das ist die Stadt München:

  • erstmals 1158 urkundlich erwähnt
  • Landeshauptstadt von Bayern, wird zu den Weltstädten gezählt
  • mit rund 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands
  • besteht aus 25 Stadtbezirken
  • Oberbürgermeister ist Dieter Reiter (SPD)

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Die Frau aus München war mit drei Stichen in den Oberkörper getötet worden. Tatverdächtig ist der Ehemann der Getöteten. Er befindet sich noch immer auf der Flucht.

München: Unbekannte stellen Skulptur auf

Gegenüber dem Tatort steht nun an der Straße ein Mahnmal. Dabei handelt es sich um eine aus Holz geschnitzte Frau, die lebensgroß und farbig angemalt ist – sie schaut in die Richtung der Mohrhof-Siedlung in München.

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Wer die Skulptur angefertigt und an der Kreuzung der Ottobrunner/ Unterhachinger Straße aufgestellt hat, ist anscheinend nicht bekannt. Nun hat sich bei dem Bezirksausschuss ein Pärchen über die Skulptur beschwert, es würde sich durch diese gestört fühlen.

München: Mahnmal passt einigen Anwohnern nicht

Einige Bürger kritisieren außerdem, dass das Mahnmal Verkehrsteilnehmer ablenke. „Wir fahren diese Strecke täglich und sehen immer wieder, wie Autofahrer rechts abbiegen, diese Skulptur anstarren und nicht auf Fußgänger oder Radfahrer achten.“ Außerdem sammle sich rund um die Skulptur Müll.

Laut der „tz“ möchte der Bezirksausschuss in München das Mahnmal entgegen der Aufforderungen aber nicht abbauen lassen. Eine Verkehrsgefährdung sehe man im Gegensatz zu den Beschwerden nicht. Den Bürgern wolle man sagen, dass es sich bei der Skulptur um eine Gedenkstätte für ein Opfer häuslicher Gewalt handle, welche wohl durch eine private Initiative entstanden sei. (gb)

 
 

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