München: Frau übel beschimpft – weil sie DAS Kennzeichen hat

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Was für üble Szenen vor einem Supermarkt in Rottach-Egern in Bayern! Eine Frau mit Kennzeichen aus München kaufte dort in einem Supermarkt ein. Plötzlich wurde sie von den anderen Kunden wegen ihres Kfz-Zeichens als „blöde Münchnerin“ beschimpft.

Und nicht nur das! Währenddessen bewarfen Unbekannte ihren Wagen auf dem Parkplatz mit einem Joghurtbecher. Das berichtet der „Münchner Merkur“.

München: Üble Attacke auf Münchnerin am Tegernsee

Die Frau und ihre Familie haben einen Zweitwohnsitz in Rottach-Egern am Tegernsee. Der dortige Bürgermeister Johannes Hagn (CDU) hatte zuvor in einem Brandbrief an die Landtagsabgeordnete Ilse Aigner die Regelung gefordert, dass die Menschen in Bayern sich während der Coronakrise nur noch in ihren eigenen Landkreisen aufhalten dürfen.

In Bezug auf Münchner Ausflügler hieß es dort unter anderem: „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer hinter den ,Münchnern‘ den Dreck wegräumen soll.“ Obwohl der Bürgermeister er in der Zwischenzeit von dieser und ähnlichen Beleidigungen gehört habe, rudere er nicht zurück, da eine Diskussion zu dem Thema nötig sei.

Appell des Bürgermeisters ohne Erfolg

Die Tat gegen die Frau mit dem Münchner Kennzeichen verurteile er auf Schärfste: „Wenn es nun Dummköpfe gibt, die glauben, jemanden aufgrund seines Kennzeichens piesacken zu müssen, dann sei klar gesagt: Wenn ich so jemanden erwische, zeige ich ihn an.“

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„Stimmung gegen die Münchner“

Der Frau mit dem Münchner Kennzeichen und ihrer Familie bleibt ein ungutes Gefühl. „Die Leute fühlen sich jetzt legitimiert, Stimmung gegen die Münchner zu machen“, befürchtet sie.

Der Appell Hagns an die Landtagsabgeordnete blieb laut „Münchner Merkur“ ohne Erfolg. In Bayern dürfen sich die Menschen während der Coronakrise bislang außerhalb ihres Landkreises bewegen. (vh)

 
 

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