München: Frau sucht ausgerechnet mit DIESEM Zettel nach einer Wohnung

Eine 69-jährige Frau aus München sucht auf originelle Art und Weise eine neue Wohnung.
Eine 69-jährige Frau aus München sucht auf originelle Art und Weise eine neue Wohnung.
Foto: imago images / Heinz Gebhardt; imago images / agefotostock (Montage: DER WESTEN)

München. Seit 14 Monaten sucht Christl S. (69) eine Wohnung in ihrer Heimatstadt München – bisher erfolglos.

Deshalb probiert es die Frau nun auf neuem Wege. Auf einem Wohnungsgesuch, das in München aushängt, stellt sich Christl potentiellen Vermietern vor – und wählt dabei äußerst ungewöhnliche Worte.

München: Frau (69) sucht Wohnung – mit DIESER Methode

„Krawallsüchtige Hexe (69), eingeborene Münchnerin, derzeit im feindlichen Ausland (Gräfeling) lebend; lärmend, schmutzend und unfreundlich“ – mit diesen Formulierung beschreibt sich Christl S. auf ihrem Wohnungsgesuch. Nach eigenen Angaben hat sie über 460 der Zettel in München verteilt. Spätestens mit Blick auf die Cartoon-Hexe auf dem Aushang wird klar: Dieses Gesuch muss mit Humor genommen werden.

„Wenn Seriosität nichts bringt, muss ich es wohl mit Ehrlichkeit probieren“, so die 69-Jährige. Die Dame wünscht sich eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit kleinem Balkon oder kleiner Terasse. Eine Einbauküche sollte ebenfalls vorhanden sein. Mietkosten bis 880 Euro (warm) könne sie stemmen.

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So teuer sind die Durchschnittsmieten in München (pro Quadratmeter):

  • Wohnungen unter 20 Quadratmeter: 31,60 Euro
  • Wohnungen zwischen 20 und 40 Quadratmeter: 28,40 Euro
  • Wohnungen zwischen 40 und 60 Quadratmeter: 20,50 Euro
  • Wohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmeter: 18,80 Euro
  • Wohnungen zwischen 80 und 100 Quadratmeter: 19,50 Euro
  • Wohnungen zwischen 100 und 120 Quadratmeter: 19,40 Euro
  • Wohnungen zwischen 120 und 140 Quadratmeter: 19,60 Euro
  • Wohnungen mit mindestens 140 Quadratmeter: 18 Euro

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Bisher habe sie allerdings noch nichts gefunden: „Zwei-Zimmer-Wohnungen gibt es in München zur Genüge, nur reden wir da meistens von einem anderen Preissegment.“

Christl S. aus München erhält viele Anrufe

Ihr Aushang hat Christl S. tatsächlich schon mehrere Anrufe beschert. Doch nur selten handelt es sich dabei wirklich um Wohnungsangebote. Viele meinen einfach, sie fänden das Gesuch amüsant. Sogar einige „anzügliche Herren“ hätten sie bereits angerufen. „Ich bin mit meinem Latein am Ende“, gesteht die 69-Jährige – den besonders viel Zeit kann sie sich bei der Wohnungssuche nicht mehr lassen.

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Ihr aktueller Vermieter würde das Haus gerne verkaufen. „Er meinte zwar, ich könne mir Zeit lassen, aber langsam wird er ungeduldig“, meint Christl S. gegenüber der „tz“. Ob ihr humoristischer Hexen-Zettel die Wohnungssuche beschleunigt, bleibt abzuwarten. (at)

 
 

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