München: Forscher machen unglaubliche Entdeckung – „Das ist eine Sensation“

Sensationsfund in München: Damit hätten die Forscher sicherlich nicht gerechnet. (Symbolbild)
Sensationsfund in München: Damit hätten die Forscher sicherlich nicht gerechnet. (Symbolbild)
Foto: imago images / Cavan Images

München. Mit diesem Sensationsfund in München hatte wohl niemand gerechnet!

Mitten im Schlosspark Nymphenburg in München haben Forscher eine Tierart entdeckt, die nie zuvor in Deutschland nachgewiesen werden konnte.

München: Forscher weisen erstmals DIESES Tier in Deutschland nach

Der Kartierer Matthias Schwahn hat in den vergangenen zwei Jahren die Tier- und Pflanzenwelt im Schlosspark genau unter die Lupe genommen. Doch was er eines Tages an einer abgebrochenen Buche entdeckte, begeisterte ihn restlos: „Das ist eine Sensation!“

Es handelt sich um einen Pilzkäfer namens Triplax Lacordairii. Nur vier bis fünf Millimeter klein ist das Insekt, dass erstmals 1870 entdeckt wurde – jedoch nie hierzulande. „Es ist der erste je belegte Nachweis des Käfers in Deutschland“, bestätigt Schwahn.

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Das ist München:

  • München ist die Hauptstadt von Bayern
  • Etwa 1,4 Millionen Menschen leben dort
  • In München gibt es 25 Stadtbezirke
  • Der Name München stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „bei den Mönchen“
  • München in Bayern ist vor allen für das Oktoberfest und das Tragen von Trachten bekannt

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Insgesamt fanden die Forscher im Schlosspark Nymphenburg rund 165 Tier- und Pflanzenarten, die auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen. Die Vögel sind dabei jedoch nicht inbegriffen.

Große Artenvielfalt in bayerischen Schlossparks

Als „Hotspots der Artenvielfalt“ bezeichnet Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) die drei Schlossgärten, die mit der Unterstützung des Finanzministeriums im Rahmen des Kooperationsprojekts Artenschutz untersucht wurden. Neben dem Schlosspark an der Münchner Nymphenburg nahmen sich die Forscher auch den Park Rosenau bei Coburg und die Eremitage Bayreuth vor.

Die Bilanz: Die Parkanlage Rosenau ist laut Umweltminister Glauber „ein Standort von nationaler Bedeutung“. Von 18 dort entdeckten Wiesenpilzarten stehen 16 auf der Roten Liste. Und in der Bayreuther Eremitage wurde beispielsweise der Schwarzkäfer nachgewiesen, der als Urwaldrelikt gilt.

Die Verantwortlichen sind stolz: „Haben viele Dinge richtig gemacht“

Albert Jost von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung ist stolz auf die Artenvielfalt in den Gartenanlagen. „Wir haben in der Vergangenheit viele Dinge richtig gemacht“, betont er gegenüber dem „Münchner Merkur“. Durch schonende Bewirtschaftungsformen und -techniken sollen Flora und Fauna auch in Zukunft erhalten werden.

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Als nächstes wollen die Forscher und Kartierer sich um die Parks von Schloss Schönbusch (Aschaffenburg), Schloss Linderhof (Ettal) und Schloss Seehof (Memmelsdorf) kümmern. (at)

 
 

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