Maddie McCann: Überraschung! Mit DIESER Nachricht aus Portugal haben Ermittler nicht gerechnet

Maddie McCann: Christian B. steht unter Mordverdacht. Zuletzt gab es in Portugal Suchen in Brunnen. Ohne Ergebnis.
Maddie McCann: Christian B. steht unter Mordverdacht. Zuletzt gab es in Portugal Suchen in Brunnen. Ohne Ergebnis.
Foto: BKA/Metropolitan Police/AFP; Montage: DER WESTEN

Der Fall Maddie McCann hält die Welt weiter in Atem. Seit Anfang Juni kommt wieder Bewegung in den Vermisstenfall von 2007. Doch nun ist eine Nachricht aus Portugal aufgetaucht, die die deutschen Ermittler überraschte.

Auf der Suche nach der vermissten Maddie McCann durchsucht die Polizei jetzt alte Brunnen in der Umgebung von Praia da Luz. Dem Ort, an dem die damals Dreijährige vor 13 Jahren verschwand.

Maddie McCann: Deutsche Ermittler überrascht von dieser Nachricht

Die Meldungen über die neuen Suchmaßnahmen der portugiesischen Kollegen sorgten für Überraschung bei den deutschen Ermittlern im Fall Maddie McCann. „Ich habe davon auch gelesen, aber die Maßnahmen erfolgten nicht in Absprache mit dem BKA oder uns. „Die portugiesische Polizei ermittelt selbst auch“, sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegenüber dieser Redaktion. „Wir wissen nicht, auf welchen Erkenntnissen sie beruhen“, betont er.

Wolters vermutet, dass bei der portugiesischen Polizei aufgeschreckt durch die weltweite Aufmerksamkeit möglicherweise neue Hinweise im Fall Maddie McCann eingegangen sein könnten, denen die Polizei vor Ort nun nachgeht.

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Die Suche hatte sich bislang auf drei Brunnen in der Nähe des Dorfes Vila do Obispo fokussiert, berichtet die spanische Zeitung „The Olive Press“. Weiter heißt es unter Berufung auf eine anonyme Quelle, dass die Suche in dieser Woche weiter intensiviert werden soll. Der portugiesische TV-Sender berichtet, bei der Suche sollen neue Hinweise aufgetaucht sein. Auch Taucher sollen im Einsatz gewesen sein.

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Der Fall Maddie McCann:

  • Madeleine Beth McCann, genannt Maddie (3), verschwand am 3. Mai 2007
  • Zuletzt sahen sie ihre Eltern sie in ihrer Ferienwohnung in Portugal
  • Als Maddie McCann verschwand, waren ihre Eltern mit Freunden essen
  • Einziger Hinweis: ein geöffnetes Fenster
  • Nach 14 Monaten stellte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zu dem britischen Mädchen ein
  • Ihre Eltern, beide Ärzte, nutzen die Öffentlichkeit für die Suche nach Maddie
  • Bis heute gibt es kein Anzeichen, ob Maddie noch lebt
  • Am 12. Mai hätte Maddie McCann ihren 17. Geburtstag gefeiert

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Maddie McCann: Das ist ihre Familie
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Kriminologe kritisiert Vorgehen der Maddie-Ermittler

In internationalen Medien war zuletzt immer wieder kritisiert worden, dass die Ermittler aus Deutschland, Großbritannien und Portugal sich nicht ausreichend abstimmen würden. Der Kriminologe Heriberto Janosch Gonzalez schrieb etwa auf seinem Blog: „Die drei beteiligten Hauptpolizeibehörden Policiia Judiciaria, Soctland Yard und das Bundeskriminalamt scheinen unabhängig voneinander zu ermitteln, nicht alle Daten untereinander zu teilen.“

Er schlägt etwa eine gemeinsame Ermittlungsgruppe („Joint Investigation Team“) vor, wie es bei anderen internationalen Ermittlungen eingesetzt wird.

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Staatsanwalt Wolters dazu: „Wir haben Kontakt zu den portugiesischen und britischen Kollegen, stehen im Austausch, aber wir sprechen uns nicht ständig ab“. Ermittlungsergebnisse würden jedoch zum richtigen Zeitpunkt untereinander geteilt.

Ein Joint Investigation Team mache aus Wolters Sicht vor allem bei länderübergreifenden dynamischen Ermittlungen Sinn. „In unserem Fall ist die Spurensicherung abgeschlossen, der Beschuldigte sitzt in Haft.“

Die Ermittler hoffen weiter auf den großen Durchbruch. Nach der erneuten Ausstrahlung des Falls bei Aktenzeichen XY habe es nicht den „ganz großen neuen Hinweis“ gegeben, so Wolters.

War Urteil gegen Christian B. rechtens?

Er und seine Kollegen schauen am Donnerstag nach Luxemburg. Denn hier steht eine brisante Entscheidung an: Vor dem Europäische Gerichtshofgeht es um die Frage, ob das Urteil des Landgerichts Braunschweig gegen Christian B. wegen der Vergewaltigung einer US-Touristin rechtskräftig wird.

Christian B. hat dagegen Revision eingelegt. Portugal hatte den Maddie-Verdächtigen nämlich ursprünglich wegen Kindesmissbrauch nach Deutschland ausgeliefert. Hier wurde er dann aber wegen der Vergewaltigung einer 72-jährigen Touristin im Jahr 2005 verurteilt. Durfte er ohne Einwilligung Portugals angeklagt und verurteilt werden? Der Bundesgerichtshof muss diese Frage klären und hat den Europäischen Gerichtshof um Klärung gebeten. Sollte das Urteil aufgehoben werden, könnte B. Anfang nächsten Jahres auf freien Fuß kommen.

>>> hier alle neuen Infos in unserem News-Blog

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Mehr zum Fall Maddie McCann:

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„Wir haben natürlich ein Interesse, dass unser Tatverdächtiger in Haft bleibt. So haben wir Zugriff für Vernehmungen und im Falle einer Anklage“, sagt Wolters.

Staatsanwalt: „Werden Strich ziehen und schauen“

Doch ob es zu einer Anklage kommt, vermag der Ermittler nach wie vor nicht zu sagen. Er rechnet noch mit einigen Monaten, die die Ermittlungen dauern dürften. „Wir haben keine Bestrebungen, das unnötig in die Länge zu ziehen. Wir werden irgendwann einen Strich ziehen und schauen: Reicht es für eine Anklage oder nicht?“ Der Fall Maddie McCann wird uns also weiter beschäftigen.

Rätsel im Fall Maddie Mccann gelöst?

Doch ein weiteres Rätsel scheint in dem Fall nun endlich gelöst zu sein. Worum es dabei geht, liest du hier >>>

 
 

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