Maddie McCann: Staatsanwalt überzeugt, dass sie zu 99,9 Prozent tot ist – Ermittler stecken in DIESEM Dilemma

Maddie McCann: Die Spur führt nach Deutschland

Maddie McCann: Die Spur führt nach Deutschland

13 Jahre nach ihrem Verschwinden steht der Vermisstenfall vor dem Durchbruch!

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Es ist ein Funken Hoffnung. Ein Funken Hoffnung, dass Maddie McCann noch lebt. Im Fall von Maddie McCann beziffern die Ermittler diesen Funken auf 0,01 Prozent.

„Aufgrund unserer Ermittlungen gehen wir zu 99,9 Prozent davon aus, dass sie tot ist“, sagt Staatsanwalt Hans Christian Wolters gegenüber DER WESTEN.

Maddie McCann: Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Maddie zu 99,9 Prozent tot ist

Einzig ein forensischer Beweis fehlt den Braunschweiger Ermittlern nach wie vor. Sprich: eine Leiche der seit Mai 2007 vermissten Maddie McCann wurde bis heute nicht gefunden.

„Man sollte nicht behaupten, dass Maddie tot ist, wenn man keine Beweise dafür hat“, hatte ein Bekannter der McCanns in „The Mirror“ die deutschen Ermittler kritisiert.

Wolters stellt klar: „Es gibt keinen forensischen Beweis. Aber es gibt konkrete Indizien, die dafür sprechen, dass Maddie tot ist“, sagt Wolters. „Daran lassen unsere Ermittlungen keine Zweifel.“

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Staatsanwalt steht vor Dilemma

Der Erste Staatsanwalt, der gemeinsam mit einer Kollegin den Fall Maddie in Braunschweig leitet, steht vor einem Dilemma: „Für uns wäre es natürlich einfacher, wenn wir unsere Erkenntnisse mitteilen könnten, anstatt immer sagen zu müssen: 'Wir haben etwas, können aber nicht sagen, was es ist.'“

Zugleich besteht die Gefahr, dass Zeugen Erinnerungen und Berichterstattung vermischen könnten. „Wir als Staatsanwaltschaft ermitteln daher lieber im Verborgenen“, sagt Wolters. Doch im Fall des britischen Mädchens brauchen die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung, die Christian B. eindeutig der Tat überführen können. Ob solche eingegangen sind, konnte Wolters aus ermittlungstaktischen Gründen nicht kommentieren.

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Er erklärt: „Je mehr Zeugen etwas in den Medien lesen, je schwieriger wird es für uns zu erschließen, ob es sich dabei um etwas Erlebnisbasiertes handelt oder die Info woanders herstammt.“

Ermittler halten Infos zurück

Daher halte sich die Staatsanwaltschaft bislang bedeckt, gebe keine Infos heraus oder bestätige sie. „Zugleich müssen wir Infos zurückhalten, mit denen wir mögliche Aussagen von Zeugen überprüfen können.“

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Der Fall Maddie McCann:

  • Madeleine Beth McCann, genannt Maddie (3), verschwand am 3. Mai 2007
  • Zuletzt sahen sie ihre Eltern sie in ihrer Ferienwohnung in Portugal
  • Als Maddie McCann verschwand, waren ihre Eltern mit Freunden essen
  • Einziger Hinweis: ein geöffnetes Fenster
  • Nach 14 Monaten stellte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zu dem britischen Mädchen ein
  • Ihre Eltern, beide Ärzte, nutzen die Öffentlichkeit für die Suche nach Maddie
  • Bis heute gibt es kein Anzeichen, ob Maddie noch lebt
  • Am 12. Mai hätte Maddie McCann ihren 17. Geburtstag gefeiert

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Familie wurden vor Veröffentlichung informiert

Einzig soviel konnte Wolters sagen: „Die Familie McCann wurde über die britische Polizei informiert. Sie wurden persönlich vor der Veröffentlichung der neuen Ermittlungsergebnisse darüber in Kenntnis gesetzt.“

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Deren Sprecher Clarence Mitchell sagte gegenüber „Bild“: „Sie wollen die Wahrheit herausfinden. Sie werden keinen Frieden finden, bis es abgeschlossen ist.“