Lyon: Schüsse auf Priester vor seiner Kirche – Gewalt hat Frankreich im Griff!

Der griechische Priester sei dabei gewesen, die Kirche in Lyon zu schließen.
Der griechische Priester sei dabei gewesen, die Kirche in Lyon zu schließen.
Foto: Laurent Cipriani/AP/dpa

Lyon. In Frankreich ist es erneut zu einem gewalttätigen Übergriff gekommen. Vor einer griechisch-orthodoxen Kirche in Lyon ist ein Priester bei einem Schusswaffenangriff verletzt worden. Ein Verdächtiger ist in Polizeigewahrsam genommen worden.

Der Festgenommene könnte den Beschreibungen von Zeugen entsprechen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag den Staatsanwalt von Lyon, Nicolas Jacquet, zitierte.

Lyon: Orthodoxen Priester schließt Kirche ab, dann wird auf ihn geschossen

Der Täter war zuerst geflüchtet geflüchtet. Der aus Griechenland stammende Priester sei dabei gewesen, „seine Kirche zu schließen", als die Tat passierte.

Laut Informationen soll der Geistliche in Lebensgefahr schweben.

Lyon: Priester wird in den Unterleib getroffen

Nach Informationen des Radiosenders „France Info“ soll der Täter mit einem Jagdgewehr zwei Schüsse abgegeben und den Geistlichen in den Unterleib getroffen haben. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar.

Der Angriff in der Stadt im Südosten Frankreichs soll sich um 16.00 Uhr ereignet haben. Die Polizei ist im Großeinsatz.

Lyon: Anwohner sollen Bereich meiden

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin hat die Anwohner aufgefordert, sich vom Ort des Geschehens fern zu halten und die Anweisungen der Sicherheitskräfte zu befolgen. Ein Krisenstab wurde einberufen.

In einem Tweet hat der EU-Ratschef Charles Michel den Angriff verurteilt. In Europa sei die Gewissensfreiheit für alle garantiert und müsse respektiert werden, Gewalt sei unerträglich und zu verurteilen, schrieb der Politiker.

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Gewalt hat Frankreich im Griff

Erst am Donnerstag kostete eine Messer-Attacke in der Nähe der Kirche Notre-Dame in Nizza drei Menschen das Leben. Ein 21-jähriger mutmaßlicher Terrorist aus Tunesien hatte in einer Kirche drei Menschen mit einem Messer tödlich angegriffen.

Nur kurze Zeit später bedrohte ein Mann in Avignon mehrere Menschen mit einer Waffe, der Täter wurde durch Polizisten erschossen. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um eine rechtsmotivierte Straftat. Die Staatsanwaltschaft erklärte einem Bericht zufolge, dass sie eine Zugehörigkeit des Mannes „zu einer rechtsextremen Bewegung“ weder bestätigen noch dementieren könne. >> Mehr dazu hier lesen.

Die Taten reihen sich in einen Ausbruch der Gewalt in Frankreich. Vor knapp zwei Wochen war ein Lehrer durch einen Islamisten in Paris enthauptet worden.

Mehr in Kürze. (AFP/dpa/mb)

 
 

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