Lufthansa trifft radikale Entscheidung – mit Folgen für Tausende Passagiere

Die Lufthansa streicht bis zum 20. Januar alle Flüge nach Teheran.
Die Lufthansa streicht bis zum 20. Januar alle Flüge nach Teheran.
Foto: imago images / Pius Koller

Tausende Passagiere müssen sich eine andere Reisemöglichkeit suchen: Die Lufthansa streicht alle Flüge von und nach Teheran (Iran) bis einschließlich 20. Januar.

Grund sei die unklare Sicherheitslage für den Luftraum rund um den Flughafen der iranischen Hauptstadt, erklärte die Lufthansa am Freitag.

Lufthansa streicht Flüge – Tausende Passagiere in Frankfurt betroffen

Auf anderen Lufthansa-Linien müssen Verzögerungen im Flugverkehr in Kauf genommen werden. „Wir überfliegen derzeit weder Iran noch Irak“, sagte eine Sprecherin der Airline. Das betreffe eine Handvoll Flüge pro Tag von und nach Indien.

Die deutschen Ferienflieger Condor und die Tui-Airlines rechnen nur mit geringen Änderungen im Flugplan. Condor nehme auf den Verbindungen nach Kuala Lumpur und auf die Malediven jetzt Routen nördlich und südlich um Iran und Irak herum, sagte eine Sprecherin.

Tui mit Zwischenstopp nach Abu Dhabi

Tui steuere Maschinen auf dem Weg ins indische Goa um, sagte ein Sprecher Weiter hieß es, gelegentlichen Charterflüge nach Abu Dhabi müssen womöglich einen Zwischenstopp einlegen.

Auch die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines strich alle Flüge bis zum 20. Januar von und nach Teheran aus dem Flugplan. Bereits am Donnerstag war eine Austrian-Maschine während des Fluges in die iranische Hauptstadt wieder umgedreht.

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Am Mittwoch hatte die Fluglinie außerdem einen Flug ins irakische Erbil gestrichen.

Airlines leite Flüge um

Aus Sicherheitsgründen ändern weitere Fluglinien ihre Strecken. Die französisch-niederländische Air France-KLM sowie Norwegian Air umfliegen seit Mittwochmorgen sicherheitshalber die Region.

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Top-News:

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Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersagte Airlines aus ihrer Heimat, überhaupt noch über Irak, Iran, den Persischen Golf und den Golf von Oman zu fliegen.

Ursache für Absturz noch nicht bestätigt

Am Mittwoch war ein ukrainisches Flugzeug im Iran abgestürzt, alle 176 Menschen an Bord starben. Zuletzt verdichteten sich die Hinweise, dass ein versehentlicher Raketenbeschuss durch den Iran die Ursache sein könnte.

Die Regierungen in Kanada und Großbritannien berichteten von Informationen, die auf den Abschuss durch eine iranische Rakete hinweisen. Diese Theorie wird US-Medienberichten zufolge ebenfalls in den USA verfolgt, der Iran wies Spekulationen über einen Abschuss zurück.

Offiziell wird die Ursache für den Absturz noch untersucht. (vh/mit dpa)

 
 

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