Lotto: Spieler hat sechs Richtige! DARUM bekommt er keinen Cent

Extremes Lotto-Pech in Frankfurt. Ein Spieler hat 6 Richtige, bekommt aber keinen Cent von dem Geld. (Symbolbild)
Extremes Lotto-Pech in Frankfurt. Ein Spieler hat 6 Richtige, bekommt aber keinen Cent von dem Geld. (Symbolbild)
Foto: imago images / STPP

Frankfurt. 7, 11, 32, 39, 45, 46. Als Rainer Henning (71), Kioskbesitzer aus Frankfurt, diese Zahlen über den Bildschirm flackern sieht, traut er seinen Augen kaum.

Genau die hatte er wenige Tage zuvor laut der „Bild“ auf seinem Lottoschein angekreuzt. Sechs Richtige im Lotto! Die Freude war groß – umso bitterer der Moment, in dem der Pechvogel erfährt, dass kein einziger Cent von dem Gewinn jemals auf seinem Konto landen wird.

Extremes Lotto-Pech in Frankfurt

Seit 16 Jahren spielt Henning Lotto, seit zehn Jahren nutzt er dabei Systemscheine. Das bedeutet, dass er mit einer Gruppe von Mitspielern zusammen tippt. Weil die Gruppe mehr Zahlen als ein Einzelspieler ankreuzen darf, haben sie gemeinsam eine größere Gewinnchance.

Sollte es dann wirklich zu einem Gewinn kommen, wird die Kohle unter allen Mitspielern aufgeteilt. Bei der Glücks-Ziehung kassierten Rainer und seine Mitspieler stolze 3,2 Millionen Euro.

Lottogewinn für die Rente

Für Henning wären 24.000 Euro rausgesprungen. Eine irre Summe für den 71-Jährigen, der sich darauf freute, mit dem Gewinn seine zukünftige Rente aufzubessern.

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Aber die Freude währte nicht lang. Nur wenige Tage später erhielt der Kioskbesitzer ein Schreiben von Lotto mit der schockierenden Nachricht.

Glücksspielstaatsvertrag regelt die Lotto-Welt

Der 71-Jährige wird gemäß Glücksspielstaatsvertrag, Paragraph 6, keinen Cent von seinem Gewinn zu Gesicht bekommen, weil er den Lottoschein in seinem eigenen Kiosk eingelöst hat.

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Lotto in Deutschland

  • Aktuell leben laut „statista“ 152 Lotto-Millionäre in Deutschland, die meisten (27) von ihnen in Nordrhein-Westfalen
  • Laut einer Umfrage des Instituts Allensbach spielen etwa sieben Millionen Deutsche regelmäßig Lotto, knapp über 20 Millionen immerhin gelegentlich
  • Der Klassiker in Deutschland ist die Variante „6 aus 49“, bei der Tipper sechs zufäliige Zahlen bei einer Ziehung aus 49 Zahlen richtig tippen müssen. Den Jackpot gibt es aber nur, wenn außerdem die Superzahl stimmt. Die Wahrscheinlichkeit hierzu liegt, statistisch gesehen, bei 1:140 Millionen
  • Der höchste Einzelgewinn wurde bei dieser Lotterie im Jahr 2006 ausgezahlt, als ein Lotto-Spieler sagenhafte 37,7 Millionen Euro gewann

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Keine Chance auf die Kohle für Pechvogel Rainer, der von dieser Regelung nichts wusste.

Lotto-Sprecherin Dorothee Hoffmann erklärte in der „Bild“, dass in diesem Paragraphen um Spielsuchtprävention gehe. „Der Paragraf regelt, dass ein Lottoverkäufer nicht einen Schein nach dem anderen einlösen kann. Das tut uns sehr leid, aber das Gesetz muss angewendet werden“, sagt Hoffmann. (vh)

 
 

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