Lotto: Glückspilz gewinnt 210 Millionen Euro – doch die Sache hat einen Haken

Lotto: Ein Spieler aus der Schweiz gewinnt 210 Millionen Euro – doch er sollte sich nicht zu früh freuen. (Symbolbild)
Lotto: Ein Spieler aus der Schweiz gewinnt 210 Millionen Euro – doch er sollte sich nicht zu früh freuen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Eibner

Wer 210 Millionen Euro im Lotto gewinnt, der muss sich um seine finanzielle Zukunft wohl keine Gedanken mehr machen. In Deutschland gilt ein Lotto-Gewinn als Geschenk und ist damit sogar steuerfrei.

Bei einem Lotto-Gewinn in der Schweiz sieht das jedoch ganz anders aus. Wie das österreichische Online-Portal „Heute“ berichtet, muss ein Lotto-Spieler aus der Schweiz nun ordentlich abdrücken.

Lotto in der Schweiz: Der Staat kassiert mit

Das wird dem Lotto-Spieler zum Verhängnis: In der Schweiz sind nur Gewinne bis zu einer Millionen Euro steuerfrei. Alles darüber hinaus muss abgerechnet werden.

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Infos zum Lotto-Spiel:

  • Das Wort Lotto stammt aus dem italienischen und französischen und bedeutet Anteil „Anteil“, „Los“, „Schicksal“ und „Glücksspiel“
  • Im deutschen Kaiserreich gab es viele Landeslotterien
  • Anfang des 20. Jahrhundert wurden, um die Konkurrenz zu vermindern, die Lotterien zu mehreren Anbietern zusammengefasst
  • Lotto-Zahlen werden in den letzten Jahren vermehrt übers Internet getippt
  • Jedes Land hat ein anderes Ziehsystem, bei uns spielt man 6 aus 49, plus 1 aus 10

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35 Prozent werden der Eidgenössischen Steuerverwaltung dann direkt von der Lotteriegesellschaft überwiesen.

Ein Lotto-Spieler aus der Schweiz, der über die Lotteriegesellschaft „Swisslos“ gespielt hat, muss sich daher nun mit einer deutlich geringeren Summe zufriedengeben.

Lotto: Gewinner drückt 70 Millionen von Mega-Gewinn ab

In ungefähr zehn Tagen, sollte das Geld bei dem Lotto-Spieler auf dem Konto liegen. Jedoch nicht die Summe, die er sich mit dem Jackpot eigentlich erträumt hatte.

Satte 210 Millionen Euro hat der Lotto-Spieler aus der Schweiz gewonnen. Aufgrund des gesetzlichen Hakens wird er jedoch „nur“ rund 140 Millionen Euro davon erhalten.

Großartig bemitleiden wird ihn dafür jedoch wohl trotzdem niemand.

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Wie „Heute“ zudem berichtet, käme es in der Schweiz immer wieder vor, dass nach Gewinnern gesucht werden muss. Auf einen Aufruf würden sich dann regelmäßig dutzende von Menschen melden, die behaupten, dass ihnen der Gewinn zusteht.

Daher gilt nicht nur für Lotto-Spieler in der Schweiz: Die Quittung aufheben könnte sich lohnen. (mkx)

>> Anmerkung der Redaktion<<

Glücksspiel kann süchtig machen. Wenn das Spielverhalten außer Kontrolle gerät und zur Ersatzhandlung für andere persönliche Probleme wird, kann sich daraus ein krankhaftes Verhalten bis hin zur Spielsucht entwickeln. Es geht dann nicht mehr nur um ein spontanes Freizeitvergnügen, sondern das Spiel nimmt dann plötzlich bedenkliche Funktionen an: das Vermeiden von Angst, Panik, Depression und anderen negativen Gefühlen oder das Ausweichen vor Problemen.

Wer denkt, dass er an Spielsucht erkrankt ist oder jemanden kennt, bei dem man dies annehmen muss, kann sich Hilfe holen. Dafür gibt es die kostenlose und anonyme Hotline 0800/1372700. Weitere Infos auf bzga.