Lieferando: Hackerangriff! Kunden warten vergeblich auf ihr Essen und sind angefressen

Lieferando: Ein hacker-Angriff am Mittwochabend ließ Kunden sauer werden.
Lieferando: Ein hacker-Angriff am Mittwochabend ließ Kunden sauer werden.
Foto: imago images / imagebroker

Lieferdienste werden jetzt wichtiger, weil viele Menschen wegen der Coronavirus-Ausbreitung den Weg vor die Tür vermeiden wollen und Restaurants nur noch sehr beschränkte Öffnungszeiten haben.

Ausgerechnet jetzt ist Lieferando Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Kunden regen sich daraufhin über das Vorgehen des Lieferdienstes auf.

Lieferando: Kunden warten vergeblich auf ihr Essen

Für Lieferdienste stehen dank Covid-19 vermutlich goldene Zeiten bevor. Wenn die Supermarkt-Regale leer sind und die Menschen aus Angst vor einer Ansteckung lieber zu Hause bleiben, können sie bequem von der Couch aus etwas zu Essen bestellen.

Das haben sich am Mittwochabend wohl auch viele Kunden von Lieferando gedacht. Sie bestellten online Essen und warteten darauf, dass der Lieferant es ihnen nach Hause bringt. Auf den Lieferboten warteten sie allerdings vergeblich.

Hackerangriff auf Lieferdienst

Gegen 20 Uhr teilte der Lieferdienst in den sozialen Netzwerken schließlich mit: „Unsere Systeme wurden angegriffen und werden derzeit gewartet, um die Sicherheit aller Daten zu gewährleisten. Dies kann zu einer Verzögerung bei der Auftragsabwicklung führen.“

Der CEO Jitse Groen aus den Niederlanden postete dazu die Nachricht der Hacker, die auf Englisch geschrieben war. In dieser forderten sie die Zahlung von zwei Bitcoins, was knapp 10.500 Euro entspricht, um den Systemangriff zu beenden.

Gegenüber DER WESTEN bestätigte Lieferando am Donnerstagnachmiitag: Seit gestern 16 Uhr sind unsere Systeme wiederholt durch eine DDOS Attacke weitestgehend lahmgelegt worden.“ Bei dem Hackerangriff am Mittwoch sei extrem versiert“ vorgegangen worden, wodurch viel Kunden nicht bestellen konnten oder Bestellungen nicht beim Restaurant angekommen sind. Inzwischen habe man Webseite und App jedoch wieder unter Kontrolle.

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Kunden zeigen wenig Verständnis

Lieferando wies seine Kunden zunächst weder auf seiner Webseite noch in seiner App auf den Systemangriff hin. Somit bestellten die Kunden unwissend und bezahlten direkt online. Dieser Umstand machte viele Kunden anschließend wütend. Das Essen kam nämlich nie bei ihnen an und ihr Geld ist - zumindest vorerst - weg.

So schreiben sie bei Twitter zum Beispiel:

  • „Es ist ja eine Sache, dass man attackiert wird, aber wenn das System aktuell nicht läuft, sollte man eventuell die Bezahlungen und die Bestellungen auf der Webseite und der App blockieren. Denn es wird Geld angenommen ohne Lieferung.“
  • „Mit "verzögert" meint ihr wohl "Bestellung wird überhaupt nicht an das Restaurant gegeben, aber Geld nehmen wir trotzdem an", oder?“
  • „Danke für den Tweet. Ich wartete schon seit 3 Stunden auf Essen verschiedener Restaurants, die alle nicht ans Telefon gehen.“
  • „Nachricht kommt ja mega früh. Ich bekomme Beschwerden von Kunden auf Social Media Plattformen, dass Geld online bezahlt wurde, aber kein Essen ankam. Schade, dass euch eure Partner so egal sind, grade als neuer Partner ein schöner Genickbruch.“

Viele Kunden sehen die ausbleibende Informationspolitik des Unternehmens in Zeiten der Corona-Krise besonders kritisch:

  • „Komplett ehrenlos, wer sowas macht, vor allem in der aktuellen Situation. Hoffe ihr kriegt das schnell hin.“
  • „Ganze miese Nummer insbesondere in diesem Zeiten!“
  • „Die sollen in Quarantäne ohne Klopapier und nur mit Kartoffelpüreepulver.“

Lieferando kündigte am Mittwochabend an, online bezahlte Bestellungen, die aufgrund des Systemangriffs nicht ausgeliefert wurden, zurückzuerstatten. Betroffene Kunden sollten sich dafür per E-Mail an den Lieferdienst wenden. Wir möchten uns bei allen betroffenen Restaurants und Konsumenten entschuldigen“, erklärt die Pressestelle des Lieferdienstes am Donnerstag.

 
 

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