Lidl plant radikales Umdenken – Insider enthüllt neue Strategie

Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters
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Lidl will wachsen. Die Zahl der Filialen in Deutschland hat sich in den vergangenen sieben Jahren kaum verändert.

Doch jetzt sieht Lidl eine Chance auf die geplante Expansion. Das Ziel: Mehr als 3.200 Filialen im Land. Und ausgerechnet die Corona-Pandemie könnte dem Discounter der Schwarz-Gruppe jetzt den Weg ebnen.

Lidl will in den Innenstädten Fuß fassen

Denn Lidl hat ganz spezifische Standorte im Sinn, an denen die neuen Filialen entstehen sollen. Der Discounter visiert freiwerdende Innenstadt-Flächen und City-Knotenpunkte mit guter ÖPNV-Anbindung an.

Bisher hatte der Lebensmitteleinzelhandel dort wegen hoher Mieten und fehlender Flächen keine Chance. Doch andere Geschäfte in den Innenstädten haben die Corona-Krise und die Lockdowns deutlich zu spüren bekommen. Laut dem Handelsverband HDE machte beispielsweise der innerstädtische Textilhandel Anfang November 43 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr.

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Das ist Lidl:

  • Die ersten Lidl-Filialen wurden in den 70ern in Ludwigshafen eröffnet
  • 1999 führt Lidl als erster Discounter Scannerkassen ein
  • Lidl hat in fast allen Ländern Europas Filialen
  • sogar in den USA gibt es rund 100 Filialen
  • weltweit rund 160.000 Mitarbeiter, in Deutschland etwa 83.000 (Stand 2018)
  • Jede Woche erscheint ein Prospekt mit aktuellen Angeboten

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Wenn diese Geschäfte schlimmstenfalls aufgrund fehlender wirtschaftlicher Perspektiven das Feld räumen müssen, könnte beispielsweise ein neuer Standort für einen „City-Lidl“ entstehen.

City-Filialen mit mehr als 800 Quadratmeter?

An der bisherigen Kundenzielgruppe sollen die geplanten Innenstadt-Filialen aber nichts ändern, so Marek Franz, Lidls Immo-Geschäftsführer in München. Touristen, „die ab und zu eine Flasche Wasser kaufen“, seien eher uninteressant – Lidl setzt auf Pendler und Anwohner. Man wolle weiterhin den Umsatz „aus dem Nahbereich erzeugen. Dass die Kunden lange Wege auf sich nehmen, um uns zu besuchen, ist lange vorbei."

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Lidl plant in der City mit Ladenflächen von über 800 Quadratmetern. Laut Franz sei die planungsrechtliche Grenze für Lidl „längst hinfällig“: „Wir müssen in größeren Dimensionen denken, wenn wir nachhaltig erfolgreich sein wollen.“ Einige Einschränkungen gibt es aber doch in der Planung: „Wenn ich einen Kunden bediene, kann ich ihn nicht zwingen, ins Obergeschoss oder 200 Meter weit ins Gebäude zu gehen.“

Auch Kaufland denkt über Innenstädte nach

Auch das Schwesterunternehmen Kaufland könnte vom coronabedingten Wegfall der Textilhändler in den Innenstädten profitieren, wie die „Lebensmittel-Zeitung“ berichtet. „Handelslagen müssen neu gedacht werden“, meint Immobilienmanager Angelus Bernreuther in einer Studie. „Neue urbane Konzepte werden auch wegen oder gerade mit der Pandemie zunehmen.“ (at)

 
 

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