Lidl und Aldi: Warum uns im Herbst 2020 wieder leere Regale drohen

Lidl, Aldi und Co.: Warum uns im Herbst 2020 erneut leere Regale in den Discountern und Supermärkten drohen.
Lidl, Aldi und Co.: Warum uns im Herbst 2020 erneut leere Regale in den Discountern und Supermärkten drohen.
Foto: imago images/DER WESTEN

Eigentlich haben sich die Kunden von Aldi, Lidl und Co. wieder an volle Regale gewöhnt. Trotzdem erinnern sich die Meisten an die Bilder von leeren Regalen zu Beginn der Corona-Pandemie. Jetzt könnte es aus diesem Grund wieder dazu bei Aldi, Lidl und Co. kommen.

Oh nein, bitte nicht! Das sind keine guten Neuigkeiten von Aldi, Lidl und Co. - es könnte schon bald wieder zu einem Szenario kommen, an das wir uns alle noch zu gut erinnern können...

Während des Corona-Lockdowns haben viele Menschen gehamstert, was das Zeug hält. Ständig waren beispielsweise das Klopapier, Konserven oder Nudeln bei Lidl und Aldi, aber auch woanders ausverkauft. Jetzt könnten wir das bald vielleicht erneut erleben...

Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters
Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters

Aldi und Lidl: Leere Regale im Herbst 2020?

Jedes Jahr verhandeln Hersteller und Einzelhändler neue Preise für die Lebensmittel. Aldi, Lidl, Rewe und Edeka feilschen mit den Herstellern Nestle, Kraft, Unilever und Mondelez. Eigentlich ein Standard-Vorgang für die Händler-Riesen. Doch 2020 könnte es anders werden – und der Kunde Leidtragender sein!

Denn jetzt drohen die Discounter mit der Auslistung von bekannten Markenprodukten. Schon 2018 hat sich Kaufland mit Unilever angelegt und zum Ende des Jahres Artikel bekannter Marken wie Knorr und Pfanni einfach ausgelistet. Diese hat es bei Kaufland nicht mehr zu kaufen gegeben. Edeka hat ähnlich agiert und bekannte Nestle-Produkte wie Maggi oder Kitkat aus den Regalen genommen. Auch 2019 ist Edeka offensiv vorgegangen, hat einfach mal die Getränke von Coca-Cola aus dem Sortiment gestrichen. Auslöser ist in allen Fällen eine ergebnislose Preisverhandlung gewesen.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Aldi und Lidl: Brutale Verhandlungsmethoden der Discounter

So auch 2020? Denn nach dem heftigen Corona-Shutdown wollen und müssen sich die Einzelhändler neu positionieren und ihre Marktstellung wieder stärken. Insider berichten laut „Focus Online“ bereits von brutalen Verhandlungsmethoden der Discounter, obwohl es „nur“ um halbe oder sogar viertel Cent-Beträge bei den Produktpreisen gehe.

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Das ist Lidl:

  • Die ersten Lidl-Filialen wurden in den 70ern in Ludwigshafen eröffnet
  • 1999 führt Lidl als erster Discounter Scannerkassen ein
  • Lidl hat in fast allen Ländern Europas Filialen
  • sogar in den USA gibt es rund 100 Filialen
  • weltweit rund 160.000 Mitarbeiter, in Deutschland etwa 83.000 (Stand 2018)

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Rainer Münch, Branchen-Experte der Strategie-Beratung Oliver Wyman, glaubt nicht, dass die Discounter einen Kuschelkurs einschlagen werden: „Aus Sicht vieler Händler tobt am Markt eine Preisschlacht. Doch die Konsumenten erkennen dies nur teilweise als vorteilhaft an und fühlen sich durch die Vielzahl der Preisreduktionen in Folge der Mehrwertsteuersenkung augenscheinlich eher überwältigt.“

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Aldi und Lidl: Discounter haben mit Eigenmarken weiteres Druckmittel

In dieser Preisschlacht sitzen die vier größten Discounter Edeka, Rewe, Aldi und Lidl am längeren Hebel. Sie beherrschen knapp zwei Drittel des deutschen Marktes. Da viele Hersteller aber auch die Eigenmarken der Discounter produzieren, haben diese ein weiteres Druckmittel: Einen No-Name-Joghurt kann schließlich auch ein anderer abfüllen.

Doch ein Mangel an Marken-Artikeln würde allen Beteiligten mittelfristig Einbußen bescheren. Gerade im Weihnachtsgeschäft wären Regallücken problematisch und seien auch nicht auszuschließen, meint Branchen-Experte Münch. Ab Mitte November könnten sich die ersten Regale leeren...

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