Kreuzfahrt: Tourguide erzählt von Horror-Gast – „Sehr traurig“

Eine Kreuzfahrt kann schön, für manche Mitarbeiter aber auch anstrengend sein. (Symbolbild)
Eine Kreuzfahrt kann schön, für manche Mitarbeiter aber auch anstrengend sein. (Symbolbild)
Foto: dpa

Derzeit kann wegen der Corona-Pandemie keine Kreuzfahrt in weit entfernte Gewässer stattfinden. Doch Tania Fecht, Tourguide in Katar, erzählt gegenüber MOIN.de von besseren Zeiten und echten Horror-Gästen, die ihr und ihren Kollegen das Leben schwer machen.

Vor sieben Jahren ist sie mit ihrem Mann in den Wüstenstaat ausgewandert und arbeitet seitdem für den Kreuzfahrt-Tourismus. Inzwischen hat sie sich mit ihrer Agentur „Pearls of Doha“ selbstständig gemacht.

Kreuzfahrt-Tourismus liegt brach und mit ihm die Arbeit der Reiseführer

Und die Agentur ist regelmäßig gebucht, das Konzept geht auf. Zumindest bis zur Corona-Krise. jetzt bleiben die Gäste aus.

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Für Tania Fecht ist die Arbeit mit ihren Kunden unglaublich wichtig. „Das positive Feedback macht mich stolz“, erzählt sie im Gespräch mit MOIN.DE. Speziell denkt sie dabei an den Bericht einer Urlauberin zurück, die mit der Führung von Tania „den schönster aller Tage“ erlebt hat.

„Das hat mich wahnsinnig gerührt“, so die Tourismus-Expertin. Doch es gibt auch andere Töne, die sie manchmal hören muss.

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Manche Gäste würdigen das Land kein bisschen

So zum Beispiel von einer Frau, die eine Führung mit einer Kollegin von Tania Fecht gebucht hatte. Schon beim ersten Stopp hatte sie keine Lust mehr, sagt, dass das alles nicht sei und reiste mit dem Taxi zum Schiff zurück.

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Die wichtigsten Codes an Bord eines Kreuzfahrt-Schiffes:

  • Bravo = Feuer an Bord
  • Alpha = Medizinischer Notfall
  • Kilo = Personal muss sich bei den Notfallstellen melden, beispielsweise für Evakuierungen
  • Echo = Schiff beginnt zu treiben
  • Oscar = Mann über Bord
  • 30-30 = Putzkolonne wird gebeten, Dreck zu beseitigen; ein PVI (public vomiting incident) ist ein „Vorfall öffentlichen Erbrechens“
  • Operation Bright Star = Toter an Bord

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„Ich fand das sehr traurig“, so die Reiseführerin. „Sie hat dem Land gar keine Chance gegeben.“ Dabei handelte es sich aber um einen einmaligen Vorfall.

Dagegen kommen medizinische Notfälle öfter vor.

Wie es dazu kam, dass Tania Fecht einem Mann das Leben retten konnte, liest du bei MOIN.de. (fb)