Kreuzfahrt: Britische Reederei führt Impfpflicht für Passagiere ein – ziehen deutsche Unternehmen nach?

Kreuzfahrt: Diese Haushalts-Gegenstände sind an Bord verboten

Kreuzfahrt: Diese Haushalts-Gegenstände sind an Bord verboten
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Das, was viele Kreuzfahrt-Fans befürchtet haben, ist eingetroffen: Die erste Reederei aus Groß Britannien führt eine Impfpflicht an Bord ein. Ziehen Kreuzfahrt-Unternehmen aus Deutschland nach? Wir haben nachgefragt.

Wird es eine Impflicht geben? Dürfen nur Geimpfte wieder ins Kino gehen oder reisen? Diese Fragen kursieren in den letzten Wochen ständig durchs Netz. Nun hat ein Unternehmen den ersten Schritt gewagt. Auf ihr Kreuzfahrt-Schiff dürfen nur noch geimpfte Passagiere.

Kreuzfahrt: Impfpflicht – ziehen deutsche Unternehmen mit?

Und das auch nur, wenn bereits beide Spritzen verabreicht wurden. Denn für die Corona-Impfung müssen sich Menschen nach dem ersten Piecks drei Wochen später erneut spritzen lassen.

Die Impfpflicht an Bord eingeführt hat das britische Kreuzfahrt-Unternehmen Saga Cruises. Wer im Mai auf der Spirit of Adventure oder im Juni auf der Spirit of Discovery mitschippern will, muss geimpft sein.

Auf der Firmen-Webseite teilt Saga Cruises mit, dass die zweite Impfung spätestens 14 Tage vor Reiseantrifft verabreicht worden sein muss. Vor dem Check-In wird das anhand des Impfausweises überprüft.

Diese Passagiere sind dann von den Kreuzfahrt-Reisen ausgeschlossen:

  • Ungeimpfte Gäste
  • Passagiere, die nur die Erstimpfung bekommen haben
  • Gäste, deren zweite Impfung weniger als 14 Tage zurückliegt
  • Passagiere, die sich weigern, sich impfen zu lassen
  • Gäste, die ein Attest vorweisen, dass sie von der Impfung befreit wurden

Sollten die Kreuzfahrt-Gäste eine Reise gebucht haben und sie aufgrund der fehlenden Corona-Impfung nicht antreten dürfen, soll es Möglichkeiten geben, die Fahrt kostenfrei zu stornieren.

Kreuzfahrt: Das sagt Aida

Dieser Schritt scheint radikal. Auf der Homepage von Saga Cruises gibt die Reederei an, dass sie so ihre – meist älteren – Gäste bestmöglich schützen wolle.

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Und wie sieht es bei deutschen Kreuzfahrt-Unternehmen aus? Aida teilt auf Anfrage dieser Redaktion mit: „Ein möglicher Impfnachweis ist für uns noch kein Thema. Aktuell sehen wir uns mit unserem Sicherheits- und Gesundheitskonzept zur Prävention von Covid-19 gut aufgestellt.“

So müssen sich Reisende vor Antritt testen lassen. Außerdem soll es regelmäßige Gesundheitschecks geben. Viel Wert lege Aida auch auf die AHA-Regeln.

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„Dass dies funktioniert, haben wir in der Praxis bereits auf verschiedenen Kreuzfahrten bewiesen. Zudem überprüfen wir ständig mit medizinischen Experten die aktuellen Entwicklungen der Covid19-Prävention“, versichert ein Sprecher.

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Ab dem 6. März 2021 will Aida wieder mit den ersten Kreuzfahrt-Reisen starten. Rückmeldungen von anderen Kreuzfahrt-Unternehmen wie Tui blieben bisher aus und werden bei Antwort ergänzt. (ldi)