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Kreuzfahrt: Crew sorgt für Eklat! Passagier muss Schiff verlassen, weil er blind ist

Riesen-Eklat auf einem Kreuzfahrtschiff! Ein blinder Passagier musste die Reise abbrechen, weil die Crew nicht auf ihn aufpassen könne.

© Luca Bruno/AP/dpa

Kreuzfahrt

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Was für ein Riesen-Eklat auf einer Kreuzfahrt! Der Kanadier Donovan Tildesley, ehemaliger Paralympics-Athlet und Flaggen-Träger für sein Heimatland bei den Spielen 2009, musste die „Valiant Lady“ verlassen. Nicht etwa, weil er sich daneben benommen hätte. Sondern schlicht und ergreifend deshalb, weil er blind sei!

Dabei reist er viel allein um die Welt, kennt sich mit diversen Reisemöglichkeiten gut aus, berichtet er gegenüber dem kanadischen Newsportal „Global News“. Umso überraschter sei er gewesen, dass er plötzlich die „Valiant Lady“ verlassen müsste.

Kreuzfahrt: Passagier muss wegen Blindheit Schiff verlassen

Tildesley erzählt: „Ich sitze an der Bar, trinke meinen zweiten Drink, als zwei Crew-Mitglieder zu mir gekommen sind und sagten, dass sie schlechte Nachrichten für mich hätten. Es gebe auf dem Schiff bestimmte Sicherheitsanforderungen für blinde Passagiere, die man nicht erfüllen könne. Schlicht deshalb nicht, weil man nicht genug Personal hätte. Deshalb müsste ich die Kreuzfahrt beenden und das Schiff verlassen.“

Die Crew habe ihm eine Rückkehr in ein Hotel nach Miami (USA) organisiert, doch abgehakt ist damit die Geschichte für den Sportler noch nicht gewesen. Sofort hätte er seine Reise-Agentur kontaktiert. Der Kanadier: „Ich dachte erst, dass es ein Scherz sei. So etwas passiert noch im Jahr 2022? Bei einer großen Reederei wie ‚Virgin Voyages‘?“

Reederei bietet Wiedergutmachung an

Er sei bereits allein nach Südafrika gereist, könnte sogar trotz seiner Blindheit Ski fahren: „Und dann sagen die mir, es sei nicht sicher, einen wie mich an Bord zu haben?“ Immerhin hätte sich inzwischen der Vize-Boss der Reederei bei ihm gemeldet, sich entschuldigt und von einem „Missverständnis“ gesprochen.


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Man habe ihm zudem angeboten, in Honduras wieder an Bord zu kommen. Die Reisekosten würde die Reederei übernehmen. Das wolle er annehmen, so Tildesley laut „Global News“ – wenngleich er enttäuscht darüber sei, dass er einige Tage der Kreuzfahrt verpasst hätte. Hauptsache Ende gut, alles gut.