Kreuzfahrt: Reedereien mit übler Botschaft – Enttäuschung für Tausende Passagiere!

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

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Sie haben sich lange auf ihre Kreuzfahrt gefreut, doch Tausenden Passagieren wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die geplante Kreuzfahrt wurde urplötzlich gecancelt.

Kreuzfahrt: Reedereien mit übler Botschaft

So geschah es bei der ersten Fahrt der „Aida Mira“ im Dezember 2019! Die Reederei erklärte kurzerhand: Viele Bereiche des Schiffes seien nicht rechtzeitig fertiggestellt. Die Passagiere der Kreuzfahrten konnten nicht auf Mallorca an Bord gehen.

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Doch dieses Ereignis ist leider kein Einzelfall im Kreuzfahrt-Business.

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Im Fall der „Aida Mira“ nennt die Reederei Unwetter als Grund für die Verzögerungen. Diese hätten die Umbauarbeiten an den Außenbereichen des Schiffes erschwert.

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Laut Peter Hackmann, Sprecher der Meyer Werft in Papenburg, zeigen derartige Verzögerungen deutlich, wie komplex und anspruchsvoll der Bau von Kreuzfahrtschiffen ist. „Es ist im Prinzip absolut vergleichbar mit dem Bau von Flughäfen, Bahnhöfen oder großen Konzerthäusern.“

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Bei diesen Kreuzfahrtschiffen kam es 2019 zu Verzögerungen:

  • „Costa Smeralda“ (Costa Crociere) – sollte im Oktober 2019 auslaufen. Wegen Herausforderungen bei der Konstruktion gingen die Passagiere aber erst am 21. Dezember an Bord.
  • „Hanseatic nature“ (Hapag-Lloyd Cruises) – sollte am 13. April 2019 zur Jungfernfahrt aufbrechen. Doch erst Anfang Mai konnte das Schiff in See stechen konnte. Die Begründung der Reederei: Der Bau eines Prototyps sei mit nicht detailliert planbaren Faktoren verbunden.
  • „World Exlorer“ (Nicko Cruises) – Statt im Mai 2019 stach das Schiff erst im August 2019 in See. Neue Auflagen der Schiffs-Zertifizierungsgesellschaften sollen aufwendige Umbauarbeiten gefordert und die Fertigstellung verzögert haben.
  • „Roald Amundsen“ (Hurtigruten) – Das Schiff empfing im Juli 2019 die ersten Urlauber. Ursprünglich sollte es aber bereits 2018 fertig werden. Die Werft begründete die Verschiebung mit der Komplexität des Neubaus in einer neuen Baureihe.

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Bau der Schiffe ist sehr komplex – Vergleiche mit Berliner Flughafen

Manche Reederein ziehen sogar Vergleiche zum Berliner Flughafen-Debakel BER, dessen Eröffnung seit Jahren immer wieder verschoben wurde.

Das Kreuzfahrt-Unternehmen „Nicko Cruises“ nannte auch die verspätete Lieferung von Bauteilen als häufigen Grund für Verzögerungen. Ganz allgemein soll es hauptsächlich bei kleinen, neuen und technisch innovativen Schiffen zu Verspätungen kommen. Baugleiche Schwesterschiffe von bereits ausgelieferten Modellen machen wohl eher selten Probleme.

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Das sind die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt:

  • Symphony of the Seas (6800 Passagiere)
  • Costa Smeralda (6200)
  • MSC Bellissima (5700)
  • Harmony of the Seas (5479)
  • Oasis of the Seas und Allure of the Seas (5400)
  • MSC Grandiosa (4900)
  • MSC Meraviglia (4488)

Ärgerlich für Reedereien und Passagiere

Derartige Verzögerungen sind für beide Seiten problematisch. Die Reedereien wollen ihre Schiffe natürlich möglichst schnell fertigstellen, da sie jeder Tag in der Werft Geld kostet, während jeder Tag auf See Geld einbringt.

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Die Folgen für die Passagiere: Absagen, Umbuchungen und geplatzte Urlaubsträume. Zwar bekommt man meist den Reisepreis zurückerstattet und vielleicht sogar Rabatt auf zukünftige Kreuzfahrten. Doch wer extra Urlaub für seine Reisepläne genommen hat, wird sich dadurch nicht vollständig vertrösten lassen.

Auch positive Aussichten für Kreuzfahrtpassagiere

Doch einen positiven Ausblick gibt es für Kreuzfahrturlauber im östlichen Mittelmeer. Die wichtigsten Reedereien für deutsche Passagiere haben die Türkei erneut ins Programm aufgenommen - oft aber noch nicht in der kommenden Sommersaison.

  • Bei Aida Cruises ist es im Sommer 2021 soweit: Dann fährt die „Aida Cara“ auf siebentägigen Reisen unter anderem Istanbul an. Das Schiff bleibt eine Nacht in der Metropole vor Anker. Die Türkei werde wieder verstärkt von Urlaubern nachgefragt, heißt es bei Aida.
  • Tui Cruises lief 2019 nach eigenen Angaben nur ein einziges Mal Bodrum an. Im kommenden Sommer aber wird die „Mein Schiff Herz“ in der Stadt regelmäßig festmachen, wie die Reederei mitteilt. Istanbul steht allerdings erst 2021 wieder im Programm.
  • MSC Cruises wird im Sommer 2021 wieder die Türkei ansteuern. Die „MSC Fantasia“ werde von März bis Oktober auf Neun-Nächte-Fahrten im östlichen Mittelmeer unter anderem Istanbul und den Badeort Kusadasi an der Ägäisküste anlaufen, teilte die Reederei mit.
  • Costa steuert die Türkei im Winter 2020/21 wieder an: Dann wird die „Costa Fortuna“ auf 14-tägigen Kreuzfahrten unter anderem Istanbul, Izmir und Kusadasi anlaufen. Im Winter 2021/22 werden diese Reisen von der „Costa Diadema“ übernommen, kündigte die Reederei an.

Noch halten sich die Reedereien mit Stopps in der Türkei zurück. Das Land wurde lange Zeit gar nicht angelaufen - auf Wunsch der Gäste, wie es von den Reedereien hieß. (at, mit dpa)

 
 

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