Kreuzfahrt: Großvater lässt Enkelin (†1) aus dem Fenster fallen – das erwartet ihn jetzt

In Puerto Rico verstarb während einer Kreuzfahrt ein 18 Monate altes Mädchen. (Symbolbild)
In Puerto Rico verstarb während einer Kreuzfahrt ein 18 Monate altes Mädchen. (Symbolbild)
Foto: imago images / penofoto

Eine schlimme Tragödie hat im Juli die Kreuzfahrt-Welt in Atem gehalten. Die 18 Monate altes Chloe Wiegand aus Indiana (USA) ist damals bei dem Sturz aus einem Kreuzfahrtschiff auf den Hafenboden in Puerto Rico aufgeprallt und verstorben.

Der Großvater, Salvatore Anello, soll seine Enkelin während der Kreuzfahrt an das Fenster gehoben haben, aus dem sie hinausstürzte. Er wurde nun in Puerto Rico wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Das berichtete die „Daily Mail“.

Kreuzfahrt: 18 Monate altes Mädchen stürzt in den Tod

Ein Richter aus Puerto Rico verkündete demnach am Montag, dass Anello bis zu Beginn des Gerichtsprozesses am 20. November inhaftiert werden solle. Gegen eine Kaution von 80.000 US-Dollar könne er vorläufig frei kommen.

Chloe klopfte gern gegen Glasscheiben

Der Angeklagte soll seine Enkelin auf den Arm genommen und anschließend auf die Fensterbank gestellt haben, damit sie gegen die Glasscheibe hauen konnte. Das hatte das kleine Mädchen immer gern in der Eishalle bei den Eishockey-Spielen ihres großen Bruders getan.

Doch das Fenster war, anders als erwartet, geöffnet und Chloe fiel elf Stockwerke in die Tiefe.

Der Anwalt der Familie bezeichnete den Vorfall gegenüber der Zeitung als „vermeidbare Tragödie“. Er sagte, ein Fenster in dieser Höhe dürfe niemals offen stehen. Es sei wahrscheinlich, dass Anello das Fenster tatsächlich für verschlossen gehalten habe.

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Familie gibt Kreuzfahrtunternehmen die Verantwortung an dem Unfall

Den Großvater treffe laut Chloes Familie keine Schuld. Es sei das Kreuzfahrtunternehmen, das unverantwortlich gehandelt habe, indem es die Fenster in dem Spielbereich offen gelassen habe.

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„Es gibt mindestens eine Million Dinge, die sie hätten tun können, um dieses Sicherheitsrisiko zu minimieren. Wieso um alles in der Welt gibt es im elften Stock ein offenes Fenster?“, sagte Chloes Mutter Kimberly Wiegand der „Daily Mail“.

Familie trauert um die kleine Chloe

Sie leide noch immer sehr unter dem Verlust ihrer Tochter. „Die ersten 30 Sekunden nach dem Aufwachen fühle ich mich ganz normal. Und dann fällt mir ein, was Chloe passiert ist und ich durchlebe die schlimmen Momente immer und immer wieder“, sagte Wiegand. (vh)