Kreuzfahrt: Gewalt gegen Crew-Mitglieder – Passagierin: „Waren auf einem Schiff eingesperrt!“

Die „MSC Meraviglia“ Ende Januar vor Jamaika. (Archivfoto)
Die „MSC Meraviglia“ Ende Januar vor Jamaika. (Archivfoto)
Foto: imago images / Marc Schüler

Was für ein Riesen-Drama an Bord des Kreuzfahrtschiffs MSC Meraviglia – und selbst am anderen Ende der Welt hat der heimtückische Coronavirus dafür gesorgt, dass Menschen ausrasten! Aber der Reihe nach...

Für 4580 Passagiere sollte die Kreuzfahrt in der Karibik zum Traumurlaub werden. Doch, Pustekuchen! Das Riesen-Schiff war drei Tage lang auf hoher See, hatte keine Genehmigung erhalten, am 25. Februar in Ocho Rios (Jamaika) und in Georgetown (Cayman-Inseln) anzudocken. Der Grund: Angst vor dem Coronavirus! Das berichtet die britische „Daily Mail“.

Kreuzfahrt: Coronavirus-Verdacht auf hoher See

Medizinische Untersuchungen an Bord hätten den Verdacht nahegelegt, dass ein weiblicher Gast und ein Crew-Mitglied Coronavirus-Symptome aufweisen würden. Ganze drei Tage mussten die Passagiere des Luxusdampfers auf hoher See ausharren!

Und DAS war für zwei Gäste definitiv zu viel. Im Speisesaal sind die beiden Männer ausgerastet, haben die Schiffscrew und Bord-Musiker bedroht und gefordert, endlich an Land anzulegen. Sie sind dann auch noch handgreiflich geworden!

Sicherheitskräfte der Crew hatten Pfefferspray eingesetzt, um die betrunkenen Schläger zu überwältigen. Sie wurden ins medizinische Zentrum des Schiffes gebracht.

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Zeugin: „Waren auf einem Schiff eingesperrt!“

Bianca Haddad ist Augenzeugin, hatte die Szene aufgenommen. Haddad zu britischen Medien: „Die Menschen waren in Panik. Wir waren auf einem Schiff eingesperrt, konnten nicht in die Häfen von Jamaika und den Cayman-Inseln. Einige waren frustriert und hatten angefangen, Crew-Mitglieder zu schubsen und zu schlagen.“ Haddad weiter: „Um das zu beenden, wurde Pfefferspray eingesetzt. Auch die Passagiere, die drumherum gestanden sind, haben etwas abbekommen.“

Erst nach drei langen Tagen hatte Mexiko der MSC Meraviglia die Erlaubnis erteilt, in den Hafen von Cozumel einzulaufen. Untersuchungen hatten ergeben, dass die beiden Verdachtsfälle „nur“ Grippe hatten und eben nicht den Coronavirus in sich getragen hatten.

Corona-Verdacht nicht bestätigt – Gäste kriegen Geld zurück

Ein Sprecher von MSC Cruises: „Die Maßnahmen von Jamaika und den Cayman-Inseln waren der Angst geschuldet, beide Nationen haben nicht den besten medizinischen Entwicklungsstand. Dennoch waren sie nicht notwendig und sind auch nicht zu rechtfertigen.“ Alle Passagiere würden den vollen Preis der Kreuzfahrt zurückerstattet bekommen.

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Der Sprecher weiter: „Wir entschuldigen uns bei allen Gästen für das Verhalten der zwei Schläger und für die Unannehmlichkeiten während ihres Urlaubs.“ Bleibt zu hoffen, dass der nächste Kreuzfahrt-Urlaub stressfreier wird... (mg)

 
 

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