Kreuzfahrt: Nerven von Aida-Passagier liegen blank – „Ihr müsst mal aufwachen“

Ein Aida-Kunde ist fürchterlich genervt - und das Unternehmen reagiert sofort.
Ein Aida-Kunde ist fürchterlich genervt - und das Unternehmen reagiert sofort.
Foto: imago images / osnapix

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten alles durcheinander geworfen. Das alltägliche Leben, die Arbeit, aber auch Reisen, wie zum Beispiel eine Kreuzfahrt.

Eine Kreuzfahrt nach der anderen wurde abgesagt und niemand weiß, wann es wieder normal weitergeht. Und welche Routen zuerst starten dürfen. Bei einigen Menschen liegen in dieser angespannten Grundstimmung die Nerven blank. Ein ungeduldiger Passagier hat seinem Ärger auf der Facebook-Seite von Aida Luft verschafft.

Kreuzfahrt: Urlauber meckert über Aida – „Nur verarscht“

„Wann erfahren wir endlich, wie es genau mit Aida im August weitergeht?“, fragt er. Er habe eine Tour nach Norwegen gebucht, die am 5. August starten soll.

Falls er wegen möglicher Absagen auf eine andere Reise ausweichen muss, könnte er seinen Urlaub nur noch bis Ende Juni entsprechend ändern. Aber die Informationslage sei dürftig: „An der Hotline wird man nur verarscht, die Reise würde stattfinden. Wie denn bitte? Mit 2.500 Leuten?“

Die Nachricht wurde von Aida-Kundenmitarbeitern nicht übersehen. „Wir können deine Frage gut nachvollziehen“, antwortet der Kreuzfahrt-Riese dem wütenden Kunden und bemüht sich um einen diplomatischen Ton.

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Daten und Fakten zum Kreuzfahrt-Anbieter Aida:

  • Aida ging aus der „Deutschen Seereederei“, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR, hervor
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Aida ist eine rein deutsche Reederei, Bordsprache ist Deutsch
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg

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+++ Kreuzfahrt: Aida bietet Reise für 2021 an – als Kunden den Preis hören, fallen sie vom Glauben ab +++

„Wir beobachten das aktuelle Weltgeschehen rund um die Beschlüsse und Maßnahmen der Bundesregierung sehr engmaschig und bewerten alle Informationen in Bezug auf bevorstehende Reiseplanungen“, schreibt Aida. „Aufgrund der Dynamik dieser Thematik informieren euch fundiert und unter Berücksichtigung entsprechender Fakten zum passenden Zeitpunkt. Sobald uns Informationen vorliegen, teilen wir diese umgehend mit unseren Gästen.“

Unterschiedliche Meinungen in den Kommentaren

Doch die ruhigen Worte besänftigen den Urlauber nicht im geringsten. „Bla Bla Bla, wie wäre es mit Verständnis für ihre Kunden?“, schießt er gegen das Unternehmen. Auch andere User springen ihm zur Seite.

„Ihr müsst mal aufwachen!“, so die Forderung eines Nutzers an Aida. Die Konkurrenz von Costa und Tui sei der Schiffsmarke mit dem Kussmund meilenweit voraus. Bei Aida werde „man von einem Tag auf den anderen vertröstet und dann will wieder keiner etwas wissen“, beschwert er sich weiter. „Es sind nur noch knapp über 4 Wochen und wir als Kunden haben keine Planungssicherheit.“

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Doch es gibt auch Nutzer, die den Kreuzfahrtanbieter in Schutz nehmen und den rauen Umgangston kritisieren. „Man erwartet Verständnis für die Kunden, aber man selbst hat kein Verständnis für das Unternehmen!“, schreibt einer in den Kommentaren unter dem Post. „Dieses Jahr ist nicht einfach und es sind alle betroffen.“ Seine Botschaft: Gesund bleiben und im Jahr 2021 den Urlaub nachholen. (at)

 
 

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