Kreuzfahrt: Schockierende Fakten – was Passagiere nicht wissen...

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

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Es klingt wie die Kreuzfahrt-Geschichte vom deutschen Thriller-Autor Sebastian Fitzek. Mörder nutzen gezielt Kreuzfahrt-Schiffe, um ungeliebte Menschen spurlos zu beseitigen. Das thematisierte Fitzek in seinem Buch „Passagier 23“, bei dem ein Junge und seine Mutter von Bord gingen und starben. Doch was wie eine ausgedachte Geschichte scheint, ist Wirklichkeit. Denn wie die „Bild“ berichtet, war das Kreuzfahrt-Schiff für viele die letzte Reise.

Jährlich gehen etwa 23 bis 24 Kreuzfahrt-Passagiere „verloren“. Ross Klein, Professor für Maritime Studien an der kanadischen Universität Neufundland, beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit verschwunden Personen eines Kreuzfahrt-Schiffes. Er sagt: „Etwa jeder dritte Fall hat meinen Einschätzungen zufolge einen kriminellen Hintergrund.“

Kreuzfahrt-Experte: „Da wird schnell aus einem Mord ein Suizid“

Für Verbrecher ist ein Kreuzfahrt-Schiff sehr attraktiv. Denn die Leiche ist nur schwer im Meer aufzuspüren. „Sie sind der perfekte Ort für ein Verbrechen, weil niemand ernsthaft ermittelt. Die Reedereien haben private Sicherheitsdienste an Bord und können Verbrechen selbst klassifizieren, da wird schnell aus einer Vergewaltigung ein Missbrauch, aus einem Mord ein Suizid.“

Diese Theorie unterschreibt auch Rechtsanwalt Dr. Alexander Stevens: „Eine über Bord geworfene Leiche wird mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht gefunden. Schiffsschraube, Wellengang und Tiere vernichten die Spuren zuverlässig, und dann wird die Beweisführung oft schwierig, wenn es keine Videoaufzeichnungen gibt.“

Der Anwalt hat bereits 20 Kreuzfahrten unternommen. An Bord schrieb er seinen Krimi „Neuneinhalb perfekte Morde“. Er hält ein Kreuzfahrt-Schiff für ein „Eldorado für Mordgetriebene“. Ein Schiff bietet sich für einen Mord auch an, denn nicht überall gibt es Überwachungskameras. Auch sind Mitarbeiter für Kriminalfälle nicht geschult.

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„Dadurch haben Kriminelle ein leichtes Spiel. Es passiert viel mehr auf den großen Schiffen, als man denkt, vor allem auch Diebstahl, Raub und sexuelle Delikte. Aber die Reedereien haben natürlich ein großes Interesse daran, dass das nicht an die Öffentlichkeit gerät, um das romantische Bild der Traumschiffe nicht zu zerstören.“

Deutsche Behörden sind machtlos

Laut Stevens kann die Polizei nicht großartig handeln. Weltweit hätte nur Amerika das Recht, Ermittler auf Kreuzfahrt-Schiffe zu schicken. Das auch nur, wenn ein amerikanischer Staatsbürger verschwindet. „Das Bundeskriminalamt hingegen hat meist Pech, weil die deutschen Schiffe oft unter anderer Flagge unterwegs sind. Wobei viele der Spuren ohnehin schon verwischt sind, noch bevor das Schiff anlegt und die Behörden ihre Ermittlungen aufnehmen können, wenn sie denn dürfen.“

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Der Verein Cruise Victims Association fordert deshalb sogenannte „Sky Marshals“ – die Polizei an Bord eines Kreuzfahrt-Schiffes, schreibt die „Bild“.

 
 

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