Kaufland: Makaberes Angebot! Kunden gehen wegen Produkt auf Real los – doch der Supermarkt kann gar nichts dafür

Bei Kaufland gibt es ein Produkt auf dem Marktplatz, das für Wut sorgt. (Symbolbild)
Bei Kaufland gibt es ein Produkt auf dem Marktplatz, das für Wut sorgt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rene Traut

Der Lebensmittelhändler real steht vor dem Aus und wurde nun zu Teilen von der Schwarz-Gruppe, zu der unter anderem Kaufland und Lidl gehören, aufgekauft. Zu diesen Teilen gehört auch der Online-Marktplatz real.de.

Trotzdem steht das Unternehmen nun wegen einem Angebot auf der Online-Plattform real.de in der Kritik, das die Kunden richtig sauer werden lässt.

Bloß: Real kann gar nichts mehr für die Angebote auf real.de. Der Marktplatz gehört seit Oktober der Schwarz-Gruppe und soll das Online-Angebot von Kaufland erweitern.

Angebot bei Marktplatz von Kaufland sorgt für mächtige Aufregung

„Leute, ist das Euer verdammter Ernst? Was stimmt denn mit Euch nicht? Wer bitte hat das zu verantworten ? Welcher Otto Normalverbraucher benötigt dies für seinen Haushalt? Zur jetzigen Weltlage noch sowas in den Shop zu stellen...“ ist nur einer von vielen Kommentaren, die sich auf die makabere Werbung beziehen.

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Denn bei dem angebotenen Produkt handelt es sich um einen Leichensack. In Zeiten von Tausenden Toten durch die Corona-Pandemie wirkt so etwas nicht einmal für den schwarzesten Humor noch irgendwie lustig.

Und bei dem einen Leichensack bleibt es nicht. In unterschiedlichen Ausführungen, wasserdicht und verschiedene Farben gibt es die Leichensäcke bei real zu kaufen.

Supermarktkette bietet natürlich keine Leichensäcke an

Doch die Supermarktkette hat natürlich keine Leichensäcke selbst im Angebot. Wer auf ein solches Produkt klickt, stellt fest, dass es durch einen anderen Händler angeboten wird. Bei den meisten Leichensäcken sitzen diese in China.

Denn real.de bietet Händlern lediglich eine Online-Plattform an, ähnlich wie Großhändler wie Amazon das auch machen. Für die Produkte selbst ist real nicht verantwortlich. Auch für die Internetseite real.de nicht mehr.

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Kaufland lässt Händler Waren auf Marktplatz verkaufen

Das schreibt die Kette auch auf die vielen Beschwerden bei Facebook: „Hierzu können wir nicht sagen, da der Leichensack auf dem real Marktplatz angeboten wird, welcher seit dem 01.Oktober des vergangenen Jahres nicht mehr Teil der real GmbH ist.“

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Das ist „Kaufland“:

  • gegründet 1968, Firmensitz in Neckarsulm (Baden-Württemberg)
  • das Unternehmen betreibt rund 1.300 Filialen, davon 667 in Deutschland und hat rund 132.000 Mitarbeiter
  • die Kette ist außerdem in Polen, Tschechien, Rumänien, Slowakei, Bulgarien, Kroatien und der Republik Moldau vertreten
  • ist ein Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe (ebenso wie Lidl)
  • Jahresumsatz: 21,42 Milliarden Euro (2018)

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Nach Brand in Krefelder Zoo gab es schonmal ein makaberes Angebot

Real.de, das nun zur Schwarz-Gruppe gehört und das Online-Angebot von Kaufland erweitern soll, ist schon in der Vergangenheit mit geschmacklosen Angeboten aufgefallen. Zum Beispiel bot ein Händler Himmelslaternen über die Plattform an, kurz nachdem durch eine solche Himmelslaterne ein Großbrand im Krefelder Zoo ausgelöst und dutzende Tiere getötet worden waren.

Damals stoppte real.de den Verkauf und hatte den Handel von der Plattform verbannt. (fb)

 
 

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