Kaufland-Kunde entdeckt Angebot in Prospekt – dann rastet er aus „Schämt euch“

Ein Kaufland-Kunde ist mächtig sauer. (Symbolbild)
Ein Kaufland-Kunde ist mächtig sauer. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Fassungslosigkeit und Wut bei einem Kunden von Kaufland!

Ein durchblätterte einen Prospekt des Supermarkts. Doch als er ein Angebot sah, platzte ihm der Kragen! Wütend wendet er sich mit deutlichen Worten an Kaufland. „Schämt euch“, so die deutliche Botschaft an den Supermarkt auf dessen Facebook-Seite.

Kaufland: Kunde rastet wegen Angebot aus

„Was bitte soll das?“, fragt der Kunde Kaufland. Was ihn so ungläubig zurückließ? Ein Angebot für ein „halbes Schwein“, „in zwei gratis Taschen“. 2,22 Euro verlangt Kaufland dabei pro Kilogramm. Interessierte Kunden müssen zudem vorbestellen. Insgesamt bringt es das grob zerlegte, halbe Tier auf etwa 34 bis 60 Kilogramm, wie Kaufland wirbt. Eine Menge Fleisch also.

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Das ist „Kaufland“:

  • gegründet 1968, Firmensitz in Neckarsulm (Baden-Württemberg)
  • das Unternehmen betreibt rund 1.300 Filialen, davon 667 in Deutschland und hat rund 132.000 Mitarbeiter
  • die Kette ist außerdem in Polen, Tschechien, Rumänien, Slowakei, Bulgarien, Kroatien und der Republik Moldau vertreten
  • ist ein Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe (ebenso wie Lidl)
  • Jahresumsatz: 21,42 Milliarden Euro (2018)

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In der schwersten Variante werden für Kunden also rund 133 Euro fällig. Der Kilogramm-Preis von 2,22 Euro sorgt jedoch für eine heftige Reaktion. „Was glaubt ihr denn wie die Tiere gelebt haben und wie soll ein Landwirt bei dem Preis auch nur annähernd Geld verdienen?“, fragt der verärgerte Kaufland-Kunde auf Facebook.

Was ihn besonders ärgert: Der Hinweis auf nachhaltiges Fleisch „für mehr Tierwohl“ einige Seiten weiter im Prospekt. Dort bewirbt Kaufland einen Schweinerücken unter anderem damit, dass er Schlachtern komme, die „mindestens 40 Prozent mehr Platz für Schweine im Stall als gesetzlich in Deutschland vorgeschrieben“ böten. Zudem gebe es „Stroh und Holz als Beschäftigungsmaterial“ für die Tiere. Hier kostet das Kilo allerdings auch mehr als 6,50 Euro.

„Nichts aus dem Fall Tönnies gelernt“

„Bei dem Preis braucht man keine Werbung mit der Aktion Tierwohl machen“, findet der enttäuschte Kunde mit Blick auf den 2,22-Euro-Kilogramm-Preis. Der Vorwurf: „Offenbar habt ihr nichts aus dem Fall Tönnies gelernt. Schämt euch.“

Zur Erinnerung: Der Fall Tönnies hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, nachdem während der Corona-Pandemie mehrere Mitarbeiter erkrankt waren. In ihren kleinen Behausungen hatten sie sich gegenseitig schnell angesteckt. Es gab heftige Kritik an der Unterbringung der Arbeiter und an der Tierhaltung in den Tönnies-Schlachtbetrieben. Unternehmens-Chef Clemens Tönnies trat wenig später von seinem Posten als Aufsichtsratsvorsitzender beim FC Schalke zurück.

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Auf die Vorwürfe hat Kaufland nur in einer kurzen Antwort reagiert. An dieser Stelle kümmere man sich lediglich um die Betreuung des Social Media Accounts. „Aus diesem Grund würden wir dich sehr gerne mit unseren Kollegen im Kundenmanagement verbinden“, schreibt ein Betreuer der Facebook-Seite von Kaufland. Eine Folgereaktion des verärgerten Kunden gibt es bislang nicht.

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