Ikea: Mitarbeiter streiken! In diesen Märkten könnte dein Einkauf ins Wasser fallen

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Die schwedische Möbelhauskette Ikea erfreut sich in Deutschland bei Kunden großer Beliebtheit. Immer mehr Möbelhäuser entstehen und die Umsätze wachsen. Ikea erzielte im abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 in Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von 5,325 Milliarden Euro.

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Egal, welches Möbel- oder Einrichtungsstück in den eigenen vier Wänden noch fehlt – bei Ikea ist es meist zu finden. Selbst in Corona-Zeiten blieb der Möbelgigant seinen Kunden treu und versorgte diese per „Click&Collect“.

Doch die Zuverlässigkeit von Ikea könnte schon bald ein Ende nehmen. Zumindest kurzfristig, denn die Mitarbeiter des Möbelgiganten haben es langsam satt.

Ikea: Wegen „fehlender Wertschätzung“ – Mitarbeiter treten in den Streik

Seit Monaten herrscht im deutschen Einzelhandel ein großer Tarifkonflikt. Immer wieder ruft die Gewerkschaft Verdi Mitarbeiter zum Warnstreik. Dem haben sich nun auch Ikea-Mitarbeiter angeschlossen.

Laut Verdi-Angaben blieben am Dienstag in 31 von 54 deutschen Ikea-Filialen die Türen geschlossen.

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Das ist Ikea:

  • 1943 in Schweden gegründet
  • Weltweit 433 Filialen
  • Verschiedene Franchise-Nehmer betreiben Ikea-Filialen in einzelnen Ländern
  • 211.000 Mitarbeiter weltweit

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„Bei Ikea fordern die Beschäftigten auch einen Tarifvertrag, der die rasante digitale Transformation des Unternehmens im Sinne der Beschäftigten regelt“, sagte Verdi-Vertreterin Maren Ulbrich. Den Ikea-Mitarbeitern fehle immer noch eine angemessene Entgelterhöhung und Wertschätzung für ihre „gute Arbeit“.

Laut der Gewerkschaft waren Schwerpunkt der Aktion vor allem die Ikea-Möbelhäuser im Norden. Etwa die Standorte Großburgwedel, Hannover Expo-Park, Osnabrück, Braunschweig und Bremerhaven waren von dem Warnstreik betroffen. Verdi-Verhandlungsführerin Sabine Gatz nannte zudem auch Magdeburg und Erfurt als betroffene Orte.

Ikea: Warnstreik bald auch in NRW? „Ernstzunehmendes Angebot muss auf den Tisch“

Laut der Verdi seien die Ikea-Filialen durch den Warnstreik allerdings nicht komplett lahmgelegt worden. Es sei jedoch gelungen, die internen Abläufe zu stören.

Die Gewerkschaft hatte auch weitere Ikea-Standorte in Bayern, Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen zum Ausstand aufgerufen.

Diese hatten sich bislang nicht an den Streiks beteiligt, werden jedoch weiterhin von der Gewerkschaft dazu ermutigt.

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„Ein ernstzunehmendes, abschlussfähiges Angebot muss endlich auf den Tisch“, sagte die Verdi. Sie fordert für die Einzelhandelsbeschäftigten unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat für alle Mitarbeiter, 100 Euro mehr Ausbildungsvergütung und ein Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von 12 Monaten. (mkx)