Hund: Verzweifelte Frau sucht gestohlenen Labrador – jetzt muss sie sich DAS anhören

Vor einem Supermarkt in Hamburg wurde ein Hund gestohlen: Die Besitzerin sucht verzweifelt nach Inge
Vor einem Supermarkt in Hamburg wurde ein Hund gestohlen: Die Besitzerin sucht verzweifelt nach Inge
Foto: Mint/Imago

Hamburg. Was für eine furchtbare Situation! Eine junge Hamburgerin vermisst ihren Hund - das Tier wurde ihr gestohlen. Doch als sie auf Facebook um Hilfe bittet, erhält sie zuerst kaum Unterstützung. Im Gegenteil.

Hundebesitzerin Tanja musste abends noch schnell einkaufen. Sie ging zu einem Supermarkt in Hamburg-Dulsberg, einer ruhigen Wohngegend. Ihren Hund, den schwarzen Labrador Inge, band sie draußen an. „Ich hatte nichts Böses im Sinn“, sagt sie im Gespräch mit der Redaktion. Doch als sie wiederkam, war Inge verschwunden.

Hund in Hamburg gestohlen – und die Besitzerin muss sich Vorwürfe anhören

Tanja war außer sich vor Sorge um ihren Hund. „Wer etwas sah, sieht, hört... bitte bitte melden“, schrieb sie auf Facebook. Der Beitrag wurde direkt oft geteilt – von Menschen, die ihr helfen wollten. Doch in den Kommentaren darunter sammelte sich schnell viel Gegenwind.

Andere Hundehalter haben nicht etwa Mitgefühl mit der verzweifelten Besitzerin, sondern machen ihr jede Menge Vorwürfe. „Traurig, dass es immer noch Leute gibt, die ihre Hunde vor Geschäften anleinen... der arme Hund“, kommentiert etwa Nathalie H.

Annette O. schreibt: „Ich vermute leider, Sie bekommen die Hündin gar nicht mehr zurück, weil Sie so verantwortungslos waren, sie draußen und dann auch noch spät nachts anzubinden. Es wird hiervor so oft gewarnt. Menschen, denen ihr Hund wichtig ist, tun so etwas nicht und es gibt dafür keine Entschuldigung.“

Die Halterin sei verantwortungslos und verdiene es nicht besser

Und Antoinette H. schreibt gar: „Tja..... was soll ich dazu sagen? Hoffentlich ist der Hund jetzt in einem verantwortungsvollen Zuhause gelandet.“ Warum ausgerechnet ein Dieb dem Hund ein besseres Zuhause bieten sollen, bleibt offen.

Diese Breitseite ohne jedes Mitgefühl kommt aber nicht bei allen gut an. „So eklig, gemein, herzlos und böse.
Wer seid ihr denn, dass ihr über eine Person richten wollt?“, fragt beispielsweise Steffi S. empört.

Auch wegen Anfeindungen dieser Art hatte Tanja zuerst einen bestimmten Verdacht: „Ich dachte erst, es könnten Tierschützer gewesen sein, die mir eins auswischen wollten“, sagt sie. Aber auch einen Dieb, der Labrador Inge teuer verkaufen will, hält sie für denkbar und checkt täglich deutschlandweit Verkaufsangebote im Internet.

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Der Hund wurde in der U-Bahn gesehen

Immerhin stoßen schließlich auch viele Nutzer dazu, die Tanja unterstützen und ihr Tipps für die Suche nach Hund Inge geben. Schließlich bekommt sie sogar ein Foto geschickt, das vermutlich Inge zeigt – mit einem fremden Mann in der Hamburger U-Bahn. Der Labrador sei an einer kleinen kahlen Stelle über dem Auge zu erkennen.

Eine Frau, die das Bild nur zufällig schoss, weil sie den Hund so süß fand, wurde später auf Tanjas Suchanzeige aufmerksam gemacht und leitete es ihr weiter. Leider ist der Mann, mit dem Inge unterwegs war, darauf nicht vollständig zu sehen. Er soll allerdings am 10. Februar um 16.15 Uhr mit Inge an der Hamburger Haltestelle „Schlump“ ausgestiegen sein.

Endlich eine neue Spur – wird sie Tanja weiterhelfen?

Inzwischen kann Tanja sich vorstellen, dass es sich beim Dieb möglicherweise um einen Obdachlosen handelt, der Gesellschaft wollte. „Er soll ihr Leckerlis gegeben haben und war lieb zu ihr", sagt sie. Auch die eher abgetragene Kleidung, die auf dem Foto zu erkennen ist, könnte ein Anhaltspunkt sein.

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Mit den bisherigen Hinweisen hat die Besitzerin sich natürlich sofort an die Polizei gewandt. Die habe den Fall inzwischen an das LKA weitergeleitet, das zu laufenden Fällen allerdings keine Aussagen machen kann.

„Mein Sohn und ich können nicht mehr schlafen, seit Inge weg ist", sagt Tanja. „Sie ist halt ein Familienhund!" Sie bietet jedem, der ihr den Labrador wiederbringt oder den entscheidenden Hinweis hat, 100 Euro Finderlohn. Und hofft, dass sie den Vierbeiner ganz bald wieder in die Arme schließen kann.

 
 

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