Hund: Grabstein von Vierbeiner entfernt – weil er diesen unfassbaren Namen hatte

Foto: imago images / Petra Schneider

Coventry City. Vor mehr als 100 Jahren ist in Coventry City in England ein Hund gestorben, der heute unfreiwillig für großes Aufsehen sorgt. Seinem Besitzer muss etwas an dem Vierbeiner gelegen haben.

Schließlich platzierte er zum Gedenken an seinen Hund einen Grabstein im Coombe Abbey Park. Die Inschrift erhitzte schon länger die Gemüter. Doch erst jetzt wurde der Grabstein entfernt.

Hund: Grabstein entfernt, weil er diesen Namen trug

Viel stand eigentlich nicht geschrieben auf dem Stein, lediglich das Todesdatum (22. Juli 1902) des Hundes und sein Name. Der jedoch ist hochgradig rassistisch. So hatte der Besitzer seinen Hund einst N***** genannt. Das N-Wort prangte demnach mehr als ein Jahrhundert auf dem Grabstein im Park. Darüber berichtet das Onlineportal „unilad.co.uk“

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Demnach sei bereits vor einem Jahr ein Versuch unternommen worden, den Grabstein entfernen zu lassen. Damals hätten die Behörden allerdings eine Absage erteilt, weil unklar gewesen sei, wem das Grundstück gehöre. Außerdem habe man sich erhofft, dass der Grabstein als Zeugnis der rassistischen Vergangenheit Großbritanniens dienen könne. Einwohner und Touristen könnten somit aus den Fehlern der Vergangenheit Lehren ziehen.

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Hunde-Grabstein „heute nicht mehr akzeptabel“

Im Zuge der „Black Lives Matter“-Bewegung hat der öffentliche Druck nun offenbar zugenommen.

Ein Sprecher der Stadt Coventry City teilte nun mit, dass der Grabstein endgültig entfernt worden sei: „Unsere Haltung zum Rassismus ist klar und obwohl der Grabstein aus einer anderen Zeit stammt, ist es heute nicht mehr akzeptabel“, zitiert „unilad.co.uk“.

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Das ist Black Lives Matter

  • Bewegung zur Bekämpfung der Gewalt gegen Schwarze und People of Color
  • Begann 2013 nach dem Tod von Trayvon Martin mit der Benutzung des Hashtags #BlackLivesMatter
  • 2014 nationale Bekanntheit nach dem Tod zweier weiterer Schwarzer (Michael Brown und Eric Garner)
  • Zuletzt folgte eine internationale Welle der Bewegung nach dem Tod von George Floyd bei einem Polizeieinsatz

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Für viele Bürger ein längst fälliger Schritt. Doch es gibt laut dem Onlineportal auch Gegenstimmen, die die Maßnahme nicht begreifen könnten. „Warum machen wir nicht gleich das ganze Britische Königreich dem Erdboden gleich, um die Erinnerung an den Imperialismus komplett zu löschen?“, heißt es etwa.

Immerhin hatten die Behörden jetzt ein Einsehen und offenbar erkannt, dass der Grabstein für jeden Schwarzen nichts anderes als eine Beleidigung darstellen kann. (ak)

 
 

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