Hund: Schreckliche Gefahr für Hunde – es droht, 2020 sogar noch schlimmer zu werden

Gefahr für Hund und Mensch: Der Eichenprozessionsspinner.
Gefahr für Hund und Mensch: Der Eichenprozessionsspinner.
Foto: imago images/Frank Sorge, dpa

Mensch und Hund tritt in diesem Jahr wieder ein gefährlicher Gegner gegenüber: der Eichenprozessionsspinner. Der Falter ist eigentlich harmlos, doch seit einigen Jahren macht er uns immer mehr zu schaffen. Und es wird 2020 womöglich noch schlimmer als bisher.

Eine große Gefahr besteht auch für deinen Hund. Die Raupe des Eichenprozessionsspinners macht sich ab April wieder in den Bäumen, meist Eichen breit. Und genau da lauert die Gefahr für Mensch und Hund.

Denn: Die kleinen Härchen der Raupe, die aus den Nestern durch Wind in der Gegend verteilt werden, enthalten ein Nesselgift (Thaumetoporin), das Eiweiße im Körper zerstört. Das kann auf Haut und Schleimhäuten von Mensch und Hund allergische Reaktionen hervorrufen.

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Hund: Gefahr durch Eichenprozessionsspinner

Dadurch entsteht ein extremer Juckreiz, Mückenstich ähnliche Schwellungen und ein Brennen. Die Haut vom Hund ist zwar durch sein Fell gut geschützt, aber neugieriges Schnuppern und Ablecken führt zu schweren Verletzungen der Schleimhäute und Schwellung von Nase und Maul. In der Folge ist das Absterben ganzer Gewebestücke keine Seltenheit.

Gelangt eine Raupe in das Maul vom Hund, kann sie dort eine massive Schwellung verursachen, Erstickungsgefahr droht.

Beim Menschen bilden sich im schlimmsten Fall Quaddeln, es kommt zu Atemwegsreizungen, Schwindelgefühl, Fieber, ein allgemeines Krankheitsgefühl oder eine Bindehautentzündung. Symptome, die in der aktuellen Corona-Verunsicherung niemand braucht. Und diesem Jahr könnte es noch schlimmer werden.

Eichenprozessionsspinner wurde schon 2019 zur Plage

Denn: Der Falter freut sich über den Klimawandel. Er liebt warm-trockene Bedingungen, die in Deutschland vermehrt auftreten, um sich auszubreiten. Der Winter 2019/2020 war der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Frost und Schnee setzten dem Eichenprozessionsspinner kaum zu.

Schon 2019 fiel die fiese Raupe über die Städte her: In Bochum musste eine Schule schließen, in Mülheim wurde ein Sportfest abrupt beendet, weil etliche Kinder plötzlich schlecht atmen konnten.

Der Eichenprozessionsspinner hat sich erst in den vergangenen Jahren in Deutschland breit gemacht. Die Städte bereiten sich schon auf eine akute Bekämpfung vor, denn der Monat Mai – der schlimmste Monat der Verbreitung – steht kurz bevor.

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In Dortmund etwa geht die Stadt von einem deutlich stärkeren Befall im Stadtgebiet aus als in 2019. „Wie stark der Befall tatsächlich ausfällt, lässt sich seriös nicht vorhersagen“, teilt die Stadt mit.

In Grünanlagen, Parks, Friedhöfen und Wäldern werden – sobald ein Befall festgestellt wird – Info- und Warnschilder aufgestellt. Geschultes Personal entsorgt die Nester mit dem Sauger. Manche Städte stopfen die Nester mit Klebstoff.

An allen Tageseinrichtungen für Kinder werden in Dortmund Nistkästen für Kohlmeisen, dem natürlichen Feind des Eichenprozessionsspinners, aufgehängt. „Auch wenn sich bei massenhaftem Auftreten der Raupen die Wirkung in Grenzen halten wird, sind die Nistkästen als sinnvolle ergänzende Maßnahme zu sehen“, erklärt die Stadt.

Mensch und Hund: Darauf muss geachtet werden

Wichtig ist für Mensch und Hund: Meide Gebiete mit Eichenprozessionsspinnern. Halte dicht, deine Kinder und deine Tiere unbedingt davon fern! Sei vorsichtig, wenn du die hellen Nester in den Bäumen siehst und nutze die städtischen Meldemöglichkeiten (nicht die Feuerwehr!)

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Unter anderem in Nordrhein-Westfalen wird der Eichenprozessionsspinner schon jetzt bekämpft. Straßen NRW wird ab dem 16. April ein sogenanntes Biozid einsetzen, vor allem an Bundes- und Landstraßen. (jg)

 
 

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