Hund: Weil Vierbeiner draußen miteinander spielen, müssen die Besitzer nun blechen

Obwohl die Besitzerinnen nur spazieren wollten, müssen sie wegen ihrer Hunde nun tief in die Taschen greifen (Symbolbild).
Obwohl die Besitzerinnen nur spazieren wollten, müssen sie wegen ihrer Hunde nun tief in die Taschen greifen (Symbolbild).
Foto: imago images/Susanne Hübner

Dass die Beschränkungen an der Ostsee in Corona-Zeiten mitunter ziemlich streng sind, sieht man vielerorts an der Pflicht zum Tragen einer Maske an den Promenaden unter freien Himmel. Aber dass nun auch Hunde eine potentielle Gefahr darstellen, ist neu.

Ein ganz normaler Spaziergang mit dem Hund entpuppte sich für zwei Bewohnerinnen an der Ostsee zur Straftat.

Hunde-Spaziergang als Ordnungswidrigkeit gemeldet

In einer Facebook-Gruppe erzählt eine aufgebrachte Frau von dem Hunde-Spaziergang: „Fragwürdig finde ich, dass, wenn ich eine Arbeitskollegin aus Zufall an einem Flensburger Strand treffe, und unsere Welpen, die sich kennen und verstehen, daraufhin natürlich miteinander spielen, dies als Ordnungswidrigkeit gemeldet wird von der Polizei.“

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Ihre Kollegin und sie würden nun sehr wahrscheinlich ein Bußgeld bekommen, „obwohl wir mindestens einen Abstand von zwei Metern hatten, als wir angeblich einen Verstoß gegen die Kontaktbeschränkungen begangen haben“.

Dies sei ihnen damit erklärt worden, dass auch Hunde nicht mehr miteinander agieren dürfen, da die Frauen dadurch Kontakt aufnehmen würden. „Aber wie sagst du deinem Hund, dass spielen und schnuppern ab sofort verboten ist?“, fragt die Frau. „Mein Hund darf anscheinend gar keinen Kontakt mehr zu anderen Hunden haben.“

Hunde-Fall: Stadt spricht von „lupenreinem Grenzfall“

Zum konkreten Fall können sich die Polizei und die Stadt Flensburg auf Anfrage von unserem Partnerportal MOIN.DE nicht äußern. Auf die Schilderung des Falls hin, sagt Clemens Teschendorf, der Pressesprecher der Stadt Flensburg, allerdings, das sei „ein lupenreiner Grenzfall“.

Wenn sich Hunde beschnuppern würden und die Besitzer kurz und mit Abstand reden, sei das unbedenklich. Es sei aber ein anderer Fall, wenn jemand für eine Viertelstunde ins Gespräch komme. Da könne es sich um eine Ordnungswidrigkeit handeln.

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Die Kollegen würden das jeweils vor Ort beurteilen. Die Spanne beim Bußgeld für Verstöße gegen die Corona-Verordnungen beginne bei 100 Euro und reiche bei großen Aktionen bis zu 25.000 Euro.

Pressesprecher Teschendorf betont: Die Stadt habe die strengen Regeln keineswegs gerne verhängt. Das Ziel aller müsse sein, dass sich die Lage in der Stadt wieder entspanne.

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Die strenge Reaktion der Beamten hänge auch mit der aktuellen Situation in Flensburg zusammen. Bei unserem Partnerportal MOIN.DE kannst du erfahren, wie die Stadt versucht, mit ihrer Einstufung als Corona- „Hotspot“ klar zu kommen. (pag)