„Hartz 4“: Familien leiden unter Corona-Krise – Discounter Aldi hat eine Idee

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator
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Für alle Eltern mit schulpflichtigen Kindern ist der erste Lockdown zur Zerreißprobe für die Nerven geworden: Viele mussten im Home Office bleiben – genauso wie ihre Kinder, die digital per Home Schooling unterrichtet worden sind.

Zumindest dort, wo es möglich war. Denn vor allem Schüler aus Hartz-4-Haushalten hatten und haben oft keinen Zugriff auf die notwendige Technik. Wenn der Computer allzu oft ruckelt oder gar nicht erst vorhanden ist, klaffen schnell große Lücken in der Bildung. Aldi Nord will dem jetzt etwas entgegensetzen und einkommensschwachen Familien unter die Arme greifen.

Hartz 4: Schüler verlieren den Anschluss ohne die richtige Technik – so will jetzt Aldi Nord helfen

Die Zahlen zur Ausstattung mit Computern sprechen eine eindeutige Sprache. Laut dem Informationsdienst des Instituts der Deutschen Wirtschaft haben nur rund 15 Prozent der Zwölfjährigen in Hartz-4-Haushalten einen eigenen Laptop.

Bei Familien mit drei oder vier Kindern verfüge nur jeder vierte 14-Jährige über einen eigenen Rechner.„Das führt dazu, dass sie in der Corona-Pandemie weiter abgehängt werden", weiß Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW), mit dem Aldi kooperiert.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Kein eigener Computer für Schüler – so groß ist das Problem laut Experten

„Beim digitalen Unterricht besteht eine große Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die es zu schließen gilt. Insbesondere Kinder aus armen Familien fehlt eine hinreichende Ausstattung“, sagt Hofmann.

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Deswegen freut er sich über die Spende von Aldi Nord: 1000 Laptops sollen im gesamten Aldi-Nord-Gebiet an Schüler aus einkommensschwachen Haushalten verteilt werden. Lokale Organisationen sollen die Geräte ausgeben, Schwerpunkte bilden dabei das Ruhrgebiet, Hamburg und Berlin.

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Die Teenager sollen damit leichter an digitalen Lernangeboten teilnehmen können. „Schließlich sind das Recht und die Möglichkeit auf Bildung elementar wichtig für ihre Zukunft und auch die unseres Landes“, sagt Florian Scholbeck, Geschäftsführer der Aldi Nord Stiftungs GmbH.

Neben der nötigen Technik erhalten Schüler und ihre Eltern bei Bedarf Unterstützung in Form von digitalen Einführungs- und Nachhilfeangeboten für die Bedienung des neuen Geräts. (vh)

 
 

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