Hanau: Nach schrecklichem Tod von Geschwistern (7, 11) ++ Obduktionsergebnis liegt vor

Einen Tag nach der schockierenden Tod eines Geschwister-Paares aus Hanau nennt die Polizei schreckliche Details!
Einen Tag nach der schockierenden Tod eines Geschwister-Paares aus Hanau nennt die Polizei schreckliche Details!
Foto: IMAGO / Patrick Scheiber

Hanau. Schreckliche Tat in Hanau!

In einem Hochhaus in der Innenstadt von Hanau hat die Polizei am Mittwochmorgen (11. Mai) ein totes Mädchen (7) gefunden. Vor dem Haus auf der Straße lag ein schwer verletzter Junge (11), der ins Hanauer Stadtkrankenhaus gebracht wurde, wo er schließlich verstarb. Das bestätigte die Polizei auf Nachfrage von DER WESTEN.

Nun wurde der Vater als Verdächtiger festgenommen.

Hanau: Passanten entdecken verletzten Jungen

Nach dem Tod eines Geschwister-Paars in der Innenstadt von Hanau hat die Polizei den gesuchten Tatverdächtigen in Frankreich nahe Paris festgenommen. Es handele sich um den 47 Jahre alten Vater der Kinder, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hanau am Samstag. Die Kinder waren am Mittwochmorgen gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Mordverdachts gegen den Mann.

Zielfahnder des Hessischen Landeskriminalamtes sei es nach der Tat gelungen, die Spur des Verdächtigen aufzunehmen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Hanau mit. „Mit Unterstützung weiterer Experten der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes wurde der 47-Jährige am Samstagmorgen in der Nähe von Paris lokalisiert und dort festgenommen.“

Der Mann sei im Rhein-Main-Gebiet wohnhaft. Er leistete den Angaben zufolge keinen Widerstand bei der Festnahme. „Bislang hat er sich zu der Tat nicht geäußert“, hieß es. Die Staatsanwaltschaft Hanau gehe davon aus, dass er in wenigen Wochen nach Deutschland überstellt und dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden wird. Nach den Worten der Sprecherin hat der Mann die indische Staatsbürgerschaft.

Das Motiv für die Tat ist weiterhin unklar.

Hanau: Obduktionsergebnis liegt vor

Bei den toten Geschwistern handelt es sich um ein siebenjähriges Mädchen und einen elfjährigen Jungen, sie lebten in der Wohnung, in der das Verbrechen geschah. Bereits mehrere Monate vor der Tat hatten dem Hanauer Jugendamt Hinweise auf familiäre Probleme vorgelegen, wie die Stadt bekanntgegeben hatte.

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Eine Obduktion hatte ergeben, dass das Mädchen an Verletzungen durch „scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich“ starb. Bei dem Jungen hätten multiple innere Verletzungen zum Tod geführt, die auf einen Sturz aus großer Höhe zurückzuführen seien. Die Gründe für den Sturz seien Teil der Ermittlungen.

Hanau: Passanten alarmierten die Polizei

Passanten hatten die Polizei alarmiert, nachdem sie vor einem Hochhaus nahe dem Hanauer Marktplatz auf dem Boden den schwer verletzten Jungen entdeckt hatten. Er war kurze Zeit später im Hanauer Stadtkrankenhaus gestorben. Auf dem Balkon einer Wohnung im neunten Stock des Hochhauses hatten die Beamten das tote Mädchen gefunden.

Die Ermittler hatten unter Hochdruck nach dem Mann gefahndet. Bereits am Mittwoch hatten sie von einem mutmaßlichen familiären Hintergrund der Tat gesprochen. Wo sich die Mutter zum Zeitpunkt der Tat aufhielt, war zunächst offen geblieben. (abr, alp, gb mit dpa)