H&M: Hammer-Strafe! Weil der Modekonzern DAS Mitarbeitern angetan hat

H&M wird zur Kasse gebeten. (Symbolbild)
H&M wird zur Kasse gebeten. (Symbolbild)
Foto: imago images / osnapix

Bereits im vergangenen Jahr war der Fall bei H&M an die Öffentlichkeit gedrungen.

Jetzt hat der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz – Johannes Caspar – einen Erlass verfügt. Die Strafe für H&M hat es in sich.

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H&M: Modekonzern hat DAS Mitarbeitern angetan

Laut der Behörde wurden bei H&M mindestens seit dem Jahr 2014 in einem Service-Center des Konzerns in Nürnberg bei einem Teil der Beschäftigten Angaben zu ihren privaten Lebensumständen umfangreich erfasst und gespeichert.

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Das ist H&M:

  • H&M ist die Kurzform für Hennes und Mauritz
  • Der Firmensitz befindet sich in Stockholm, Schweden
  • H&M ist ein Textilunternehmen
  • Der Konzern verkauft Kleidung in 59 Ländern

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Nach einem Urlaub oder einer Abwesenheit aufgrund einer Krankheit hätten Vorgesetzte demnach einen sogenannten „Welcome Back Talk“ mit den Angestellten geführt und in vielen Fällen konkrete Urlaubserlebnisse, Krankheitssymptome und auch Diagnosen dokumentiert.

H&M hat einige Datenschutzverstößen begangen

Einige Vorgesetzte hätten sich auch „über Einzel- und Flurgespräche ein breites Wissen über das Privatleben ihrer Mitarbeitenden angeeignet, das von eher harmlosen Details bis zu familiären Problemen sowie religiösen Bekenntnissen reichte“, hieß es.

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Johannes Caspar wertete es als positiv, dass die Konzernleitung versucht hätte „die Betroffenen vor Ort zu entschädigen und das Vertrauen in das Unternehmen als Arbeitgeber wiederherzustellen“.

DAS soll H&M zahlen

Da der Konzern mit der Überwachung von Hunderten Mitarbeitern des Servicecenters in Nürnberg gegen den Datenschutz verstoßen hat, soll H&M nun ein Bußgeld in Höhe von 35 Millionen Euro bezahlen.

„Das verhängte Bußgeld ist dementsprechend in seiner Höhe angemessen und geeignet, Unternehmen von Verletzungen der Privatsphäre ihrer Beschäftigten abzuschrecken“, betonte Caspar.

H&M äußert sich zu dem Erlass

Wie der Konzern in einer Pressemitteilung erklärte, werde H&M den eingegangenen Beschluss sorgfältig prüfen. „Der Vorfall offenbarte Praktiken bei der Verarbeitung von Mitarbeiterdaten im Servicecenter Nürnberg, die mit den Richtlinien und Anweisungen von H&M nicht vereinbar waren. H&M übernimmt die volle Verantwortung und möchte den Nürnberger Mitarbeitern eine vorbehaltlose Entschuldigung aussprechen.“, heißt es in der Mitteilung weiter.

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Nach der Aufdeckung des Vorfalls habe das Unternehmen unverzüglich weitreichende Maßnahmen ergriffen. „Darüber hinaus hat H&M beschlossen, dass alle derzeit im Servicezentrum Beschäftigten und alle, die seit Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 für mindestens einen Monat angestellt waren, eine finanzielle Entschädigung erhalten“, so H&M. (gb mit dpa)

 
 

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