Großrazzia in Deutschland: SIE stehen im Visier der Ermittler

In vier Bundesländern geht Innenminister Seehofer mit großen Razzien gegen die rechtsextremen „Nordadler“ vor. (Symbolbild)
In vier Bundesländern geht Innenminister Seehofer mit großen Razzien gegen die rechtsextremen „Nordadler“ vor. (Symbolbild)
Foto: imago images / Benjamin Horn

Großrazzia in Deutschland!

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die rechtsextremistische Vereinigung „Nordadler“ verboten und geht nun polizeilich gegen die seit spätestens 2017 bestehende Gruppe vor.

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Großrazzia in Deutschland: Seehofer geht gegen Rechtsextremisten vor

Seit Dienstagmorgen liefen in vier Bundesländern polizeiliche Maßnahmen gegen die Vereinigung, teilte Ministeriumssprecher Steve Alter im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Berichten des „Tagesspiegel“ zufolge durchsucht die Polizei in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen Objekte, die in Verbindung zu der Gruppierung stehen sollen. Seit zwei Jahren soll die Bundesanwaltschaft bereits gegen fünf Mitglieder der Gruppe ermitteln. Ziel von „Nordadler“ sei, „dem Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen“. Dabei sollen die Neonazis auch Brand- und Sprengsätzen auf politische Gegner geplant haben.

„Nordadler“-Anführer bekundete Sympathie gegenüber Halle-Anschlag

Laut dem „Spiegel“ arbeitet „Nordadler“ auch unter Bezeichnungen wie „Völkische Revolution“, „Völkische Jugend“, „Völkische Gemeinschaft“ und „Völkische Renaissance“. Die Rechtsextremisten sollen sich zu Adolf Hitler und anderen Vertretern des Nazi-Regimes bekennen und dabei auch deren Sprache und Symbole nutzen. Zudem soll ihr Anführer in einer öffentlichen Telegram-Gruppe Sympathien gegenüber dem Anschlag auf die Synagoge in Halle geäußert haben, teilte das Ministerium laut dem „Spiegel“ mit.

Das Verbot von „Nordadler“ markiert bereits das 20. Verbot einer rechtsextremistischen Vereinigung durch einen Bundesinnenminister – und bereits das dritte allein in diesem Jahr. Im Januar traf es den Verein „Combat 18“, im März die Reichsbürger-Vereinigung „Geeinte deutsche Völker und Stämme“.

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Das Bundesinnenministerium hatte am Montagabend die für Dienstag geplante Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes für das Jahr 2019 abgesagt. Angaben zu den Gründen für die kurzfristige Absage machte das Ministerium nicht. Seehofer wollte den Bericht gemeinsam mit Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang vorstellen.(at, mit dpa)

 
 

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