Galeria Karstadt Kaufhof: Beben droht! Hälfte der Filialen vor dem Aus – „Unverantwortlicher Kahlschlag!“

Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof steht vor einem Kahlschlag. (Symbolfoto)
Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof steht vor einem Kahlschlag. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Jan Huebner

Riesen-Schock für die Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof!

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof soll planen, gleich 80 der rund 170 Filialen zu schließen. So stehe es laut „Der Spiegel“ im Entwurf des Sanierungsplans. In den restlichen Filialen sollen dann nochmal zehn Prozent aller Jobs gestrichen werden. Der Gesamtbetriebsrat kritisiert: „Die Maßnahmen sind an Grausamkeiten kaum zu überbieten und ein Generalangriff auf alle Beschäftigten.“

Galeria Karstadt Kaufhof: Hälfte der Filialen vor dem Aus

Hoffnung können die Beschäftigten wohl noch schöpfen, denn: Noch ist nicht sicher, ob es auch bei der Zahl der beabsichtigten Filialschließungen bleibt. Galeria Karstadt Kaufhof befindet sich seit Anfang April in einem Schutzschirmverfahren, will sich selbst sanieren. Bis Ende Juni müssen Gläubiger und Arbeitnehmervertreter den Plänen zustimmen.

Laut Insidern soll versucht werden, u.a. durch Gespräche mit Vermietern von Filialen eine Senkung von Mieten zu erreichen und so Läden vor dem Aus zu bewahren. Klar ist aber: Sollte keine Lösung zustandekommen, würde der Kaufhauskonzern in die Insolvenz rutschen.

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Betriebsrat: „Unverantwortlicher Kahlschlag“

Die Konzernführung hatte schon an einer neuen Strategie gearbeitet, die aus den Warenhäusern auf längere Sicht eher Shoppingcenter mit vielen Fremdmarken als Untermieter gemacht hätte. Doch die Coronakrise hat den Umbau vorerst radikal gestoppt. Stattdessen sei der vorgestellte Sanierungsplan ein „unverantwortlicher Kahlschlag, der unnötig Arbeitsplätze vernichtet“, so der Gesamtbetriebsrat.

Stefanie Nutzenberger, das für den Handel zuständige Bundesvorstandsmitglied von Verdi in „Der Spiegel“: „Das ist brutal! Es hat den Anschein, dass die Unternehmensleitung und der Eigentümer die Coronakrise missbrauchen, um ihre ursprünglichen Planungen von Standortschließungen und Entlassungen doch noch umzusetzen.“

Bleibt zu hoffen, dass sich die Lage doch noch bessert... (mg)

 
 

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