Frankreich: Lehrer bei Paris auf offener Straße enthauptet! Neun Verdächtige festgenommen

In Frankreich versammelten sich Polizisten vor der Schule in Conflans-Saint-Honorine, in der der Lehrer arbeitete.
In Frankreich versammelten sich Polizisten vor der Schule in Conflans-Saint-Honorine, in der der Lehrer arbeitete.
Foto: Michel Euler AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Conflans-Sainte-Honorine. Unfassbar schrecklicher Vorfall in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris (Frankreich)!

Dort ist auf offener Straße ein Mann enthauptet wurden. Es handelt sich um einen Geschichtslehrer. Bei der Tat in Frankreich soll es sich um einen islamistischen Terroranschlag handeln.

++Update vom 17.10.2020, 9.50 Uhr:

Die Polizei in Frankreich hat insgesamt neun Verdächtige in Gewahrsam genommen. Hauptverdächtiger ist ein 18-Jährigen mit tschetschenischer Herkunft handeln, der in Moskau geboren wurde. Er wurde nach der Tat von Polizisten angeschossen und starb später. Bei ihm wurden Ausweisdokumente gefunden. Eine formelle Identifizierung steht jedoch noch aus.

Die anderen Festgenommenen stammen unter anderem aus dem Familienkreis des Täters. Außerdem wurden Eltern von Schülern der Schule, an der das Opfer arbeitete, festgenommen.

Staatschef Emmanuel Macron sagte am Abend, es handle sich „eindeutig“ um einen „islamistischen Terroranschlag“.

Die Polizei Frankreich untersucht außerdem einen Tweet auf Twitter, der inzwischen gesperrt wurde. Dieser soll ein Foto vom Kopf des Lehrers gezeigt haben soll. Darunter wurde Macron als „Führer der Ungläubigen“ bedroht. Noch ist unklar, ob der Tweet von dem Täter veröffentlicht wurde.

Frankreich: Das war passiert

Das Opfer, offenbar ein Geschichtslehrer soll am Freitagnachmittag in Conflans-Sainte-Honorine auf offener Straße angegriffen worden sein. Die Polizei schrieb auf Twitter, dass dort ein Einsatz laufe und die Menschen den Bereich meiden sollten.

Der Bürgermeister von Éragny-sur-Oise, Thibault Humbert, sagte dem Sender BFM TV, dass der mutmaßliche Täter getötet worden sei. Mehrere Medien berichteten, dass es sich bei dem Angreifer um einen 18-Jährigen handeln soll.

Frankreich: Ermittler gehen von Terrorismus aus

Nach der Enthauptung des Mannes haben die Anti-Terror-Fahnder der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Man ermittle unter anderem wegen Mordes mit Terrorhintergrund, bestätigte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Paris. Das Opfer soll Berichten zufolge Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt haben.

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„Die Ermordung eines Geschichtslehrers ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit und die Werte der Republik. Einen Lehrer anzugreifen bedeutet, alle französischen Bürger und die Freiheit anzugreifen“, schrieb der Präsident der Nationalversammlung, Richard Ferrand, auf Twitter.

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Frankreich: „Islamismus führt einen Krieg gegen uns“

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Premier Jean Castex wurden am Abend am Tatort erwartet, wie Élyséekreise bestätigten. Ein Krisenstab wurde eingerichtet, Innenminister Gérald Darmanin brach eine Marokko-Reise ab. „Der Islamismus führt einen Krieg gegen uns: Wir müssen ihn mit Gewalt aus unserem Land vertreiben“, reagierte Rechtsaußen-Politikerin Marine Le Pen auf Twitter.

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Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben mehr als 250 Menschen. Daher ist die Terrorgefahr fast ständig im Bewusstsein der Menschen. Erst vor einigen Wochen hatte es vor dem ehemaligen Redaktionsgebäudes des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ eine Messerattacke gegeben. (at/ldi, mit dpa und afp)

 
 

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