Frankreich: Busfahrer nach Maskengegner-Angriff gestorben – „Fühle mich wie in einem Albtraum“

Ehefrau Veronique hält ein Foto-Plakat ihres verstorbenen Mannes hoch.
Ehefrau Veronique hält ein Foto-Plakat ihres verstorbenen Mannes hoch.
Foto: imago images / Hans Lucas

Unfassbarer Gewalt-Ausbruch in Frankreich!

Zwei Männer haben in Bayonne im Südwesten von Frankreich Busfahrer Philippe Monguillot so heftig geschlagen und getreten, dass er im Krankenhaus für hirntot erklärt worden ist. Der Anlass für diese brutale Tat ist völlig unglaublich: Der Busfahrer hatte die Passagiere lediglich aufgefordert, wie vorgeschrieben Corona-Schutzmasken zu tragen.

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten
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Am Freitag hat die Familie dann nach Rücksprache mit Ärzten beschlossen, die lebenserhaltenden Maßnahmen abzustellen. Die Tochter des Verstorbenen, Marie Monguillot, hat der Nachrichtenagentur AFP erklärt: „Wir haben beschlossen, ihn gehen zu lassen. Die Ärzte waren dafür und wir auch.“ Seine Ehefrau Veronique hat in Social Media geschrieben: „Mein Mann ist um 17.30 Uhr gestorben. RIP meine Liebe.“

Frankreich: Täter prügeln Busfahrer wegen Schutzmaske hirntot

Laut Ermittlungen hatte Philippe Monguillot das Ticket eines Fahrgastes kontrollieren wollen und drei weitere Männer im Bus dazu aufgerufen, Schutzmasken aufzusetzen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist es dann zu Beleidigungen und einem Handgemenge gekommen.

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Das ist unser Nachbarland Frankreich:

  • ein westeuropäisches Land, das am Atlantischen Ozean und am Mittelmeer grenzt
  • Hauptstadt Paris, die Weltmetropole für Mode und Kultur (Eiffelturm, Louvre)
  • rund 67 Millionen Einwohner (Stand 2019), 643.801 Quadratkilometer groß
  • bekannt für Wein und Küche, aber auch für die uralten Malereien in der Höhle von Lascaux sowie das römische Theater in Lyon oder das prunkvolle Schloss Versailles

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Philippe Monguillot sei aus dem Bus gestoßen worden, die beiden Haupttäter hätten ihn dann mit Tritten und Schlägen gegen Oberkörper und Kopf angegriffen. Die Männer seien dann geflohen, hätten den Busfahrer bewusstlos auf dem Bürgersteig zurückgelassen. Im Krankenhaus ist dann sein Hirntod festgestellt worden.

Staatsanwalt: Nichts erkläre „die extreme Gewalt“

Den beiden Männern wird jetzt Totschlag vorgeworfen. Zwei weiteren jungen Männern wird wegen Beihilfe der Prozess gemacht. Die Staatsanwalt hatte betont, dass nichts „die extreme Gewalt“ der Angreifer erklären würde. Schon durch frühere Vergehen sind die Beschuldigten der Polizei bekannt.

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Die Familie hatte sich kurz nach der Tat über die sinnlose Gewalt erschüttert gezeigt. Tochter Marie Monguillot zur Zeitung „Sud France“: „Wir wissen, dass es zu Ende ist. Nicht mein Vater atmet, sondern die Maschinen.“

Frau des Opfers: „Fühle mich wie in meinem Albtraum“

Ehefrau Veronique zum „Le Parisien“: „Ich will mich nicht den Tatsachen stellen, ich fühle mich wie in einem Albtraum. Er kann nicht einfach so gehen, er war kurz davor, 59 Jahre alt zu werden. Wir werden meinen Mann zum Abschied küssen, wir werden uns verabschieden.“

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Das Ehepaar hatte bereits Pläne für die 2021 bevorstehende Rente von Philippe. Aus Protest gegen die Gewalt haben in Bayonne zahlreiche andere Busfahrer ihre Arbeit niedergelegt.

Bis zur Beerdigung von Philippe Monguillot wollen seine Kollegen weiterstreiken. (mg)

 
 

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