Flughafen: Mann hat Angst, Flug zu verpassen – und schmiedet absurden Plan

Weil ein Mann den Flug zu seiner Verlobten zu verpassen drohte, gab er eine Bombenwarnung für das Flugzeug durch. (Symbolbild)
Weil ein Mann den Flug zu seiner Verlobten zu verpassen drohte, gab er eine Bombenwarnung für das Flugzeug durch. (Symbolbild)
Foto: imago images / Ralph Peters

Gatwick. Er hat seine Lage am Flughafen retten wollen, macht aber letztendlich alles nur noch schlimmer. Rashidul Islam (32) plante einen Flug zu seiner Verlobten zu nehmen, doch Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr machten ihm einen Strich durch die Rechnung.

Wie der britische „Guardian“ berichtete, geriet Rashidul auf der Fahrt zum Flughafen in Panik – und schmiedete einen völlig verrückten Plan: Er wählte den Notruf und gab eine Bombenwarnung für seinen Flug durch, um einen verspäteten Start zu erzwingen!

Flughafen: Mann warnt vor Bombe in Flugzeug, weil er seinen Flug nicht verpassen will

Am 4. Mai 2019 wollte der 32-Jährige seine Verlobte in Marrakesch besuchen. Was seinen Flug um 17.40 Uhr anging, war er sehr optimistisch, pünktlich mit dem Zug am Gatwick Airport anzukommen. Doch seine Bahn stoppte bereits unerwartet am Bahnhof St. Pancras im Norden Londons – mehr als 40 Kilometer vom Flughafen entfernt.

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Islam stieg daraufhin schnell in ein Taxi, doch der Verkehr in der Londoner City verhinderte eine schnelle Fahrt zum Flughafen. In seiner Panik fasste der 32-Jährige einen absurden Entschluss. Er wählte die Notrufnummer 999 und teilte folgendes mit: „Der EasyJet Flug 8897 startet in 40 Minuten. Es könnte eine Bombe im Flugzeug sein, Sie müssen es zurückhalten, Sie müssen es jetzt stoppen.“

Flugzeug wird evakuiert, doch der Schwindel fliegt auf

Daraufhin evakuierte der Sicherheitsdienst des Flughafens das Flugzeug und brachte alle 147 Passagiere zurück zum Gate. Als Rashidul dort ankam und verspätet einchecken wollte, erkannten die verantwortlichen Ermittler vor Ort, dass die Telefonnummer des 32-Jährigen dieselbe war, die auch den Notruf zuvor abgegeben hatte.

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Mann landet im Gefängnis

Rashidul wurde mit Verdacht auf eine fälschliche Bombenwarnung verhaftet. Beim Verhör gestand er der Polizei seinen Schwindel. Seine Begründung: Hätte er den Flug verpasst hätte, hätte er sich kein neues Ticket leisten können. Am Freitag wurde Rashidul Islam zu einer Gefängnisstrafe von 16 Monaten verurteilt.

Wie der „Guardian“ berichtet wurde der 32-Jährige zusätzlich zu 42 weiteren Monaten hinter Gittern verurteilt, weil er sich mehrerer Straftaten im Bereich Geldwäsche schuldig gemacht hatte. (at)

 
 

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