Euro: EU will Barzahlung verbieten – ab diesem Betrag

Euro: Beim Bezahlen mit Bargeld wird es ein erlaubtes Limit geben. (Symbolbild)
Euro: Beim Bezahlen mit Bargeld wird es ein erlaubtes Limit geben. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

Es soll die Geldwäsche und die Terrorfinanzierung erschweren: Ein Limit bei der Barzahlung mit Euro. Dieses Gesetz will die EU nun auf den Weg bringen.

Ab welchem Betrag wird die Barzahlung dann nicht mehr erlaubt sein?

Euro: EU kündigt Limit bei Barzahlung an

Die EU will ein Limit für Bargeldzahlungen einführen. Das erklärte Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness in einem Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“.

Demnach sollen Bargeldzahlungen über 10.000 Euro verboten werden. „Wir wollen saubere Euros, keine dreckigen. Geldwäsche vergiftet das Wirtschaftssystem; das Geld stammt aus kriminellen Aktivitäten und fließt in den legalen Wirtschaftskreislauf“, so McGuinness zum Vorhaben. Komplett abschaffen wolle die EU das Bargeld aber nicht, teilte sie mit.

Anfang Juli will die EU ein entsprechendes Gesetzespaket zum Kampf gegen Geldwäsche vorlegen. Die sechste Geldwäsche-Richtlinie trat erst im Dezember in Kraft. Die Finanzmarktkommissarin erklärte dazu: „Dass die Richtlinie fünfmal angepasst wurde, zeigt, dass wir jedes Mal nicht genug gemacht haben. Aber das neue Paket wird der Big Bang sein, glaube ich. Denn mit Unterstützung der Mitgliedstaaten werden wir nun eine EU-Behörde zum Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung aufbauen.“ Sie solle die Anti-Geldwäsche-Politik bestimmter großer Banken direkt überwachen.

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Euro: Finanzmarktkommissarin will Druck bei Geldwäsche-Richtlinien machen

Auf die Frage, ob McGuinness es sauer mache, dass manche Staaten wie Deutschland noch nicht einmal die existierenden Geldwäsche-Richtlinien komplett umgesetzt habe, stellte sie klar: „Ich mache mir selbst Druck sicherzustellen, dass wir mit unserem Druck auf die Mitgliedstaaten nicht nachlassen. Wir nehmen die Frage der Umsetzung sehr ernst.“ Die EU bekommt damit also eine stärkere Rolle bei der Geldwäsche-Bekämpfung, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. (nk)