Edeka: Preisstreit wird immer absurder – plötzlich stehen die Kunden im Fokus

Edeka: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Edeka: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Edeka-Gruppe ist die größte Supermarktkette Deutschlands. Gegründet wurde die Edeka AG & Co. KG 1907 in Leipzig. Heute hat sie ihren Hauptsitzt in Hamburg.

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Der Streit zwischen Edeka und der Firma Eckes-Granini wird immer wilder.

Die Vorgeschichte: Edeka hatte sich schon vor Monaten mit dem Getränke-Hersteller einen Preisstreit geliefert. Weil die Parteien sich nicht einigen konnten, verbannte die Supermarktkette vorerst alle Produkte von Eckes-Granini aus den eigenen Regalen.

Edeka: Preisstreit immer verrückter

Um den Kunden dennoch ein reichhaltiges Angebot an Fruchtsäften zu bieten, rückte Edeka die Säfte der Eigenmarke Albi in den Märkten in den Fokus. Und dabei wurde es dann kurios.

Die Albi-Flaschen erhielten ein neues Design, das verdächtig an das Design der bekannten Granini-Flaschen erinnert. Dicker Flaschenbauch, langer und breiter Flaschenhals – es schien, als wolle Edeka dem Getränke-Konzern durch das neue Flaschen-Design eine lange Nase drehen.

Das ließ Eckes-Granini sich nicht gefallen und zog vor Gericht. Der Getränke-Hersteller will verhindern, dass Edeka seine eigenen Fruchtsäfte in einer Flasche vertreibt, die dem Design der Granini-Flaschen derart ähneln.

Das Urteil wird am 13. Januar erwartet. Dann wird der Fall vor dem Hamburger Landgericht verhandelt. Doch schon im Vorfeld der Verhandlungen gibt es das nächste Kuriosum.

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Edeka richtet sich an Kunden

Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, involviert Edeka nun auch seine Kunden in die Auseinandersetzung mit Eckes-Granini. So richtete die Supermarktkette sich im aktuellen Newsletter mit einer Umfrage an die Kunden.

In dieser Umfrage geht es vorrangig um das Design der Albi-Flaschen und die Frage, ob diese mit den herkömmlichen Granini-Flaschen verwechselt werden könnten. Umfragen wie diese sind bei Streitereien um Markenrechte nicht ungewöhnlich. Jedoch werden sie üblicherweise von Markenforschern initiiert.

Es gilt als wahrscheinlich, dass Edeka die Verhandlung am 13. Januar verlieren wird. Mit zufriedenstellenden Werten aus den Umfragen könnte Edeka anschließend in Berufung gehen und unter Umständen in nächster Instanz gewinnen. (dhe)