Edeka und Hornbach verkaufen kein Feuerwerk mehr für Silvester – aus diesem Grund

Märkte von Edeka in Neumünster verzichten auf Feuerwerk. Auch Hornbach streicht die Knallkörper ganz aus seinem Sortiment. (Symbolbild)
Märkte von Edeka in Neumünster verzichten auf Feuerwerk. Auch Hornbach streicht die Knallkörper ganz aus seinem Sortiment. (Symbolbild)
Foto: dpa

Für alle Feuerwerk-Fans gibt es zu Silvester schlechte Nachrichten: Die Baumarkt-Kette Hornbach verkauft zu Silvester keine Böller und Raketen mehr. Das bestätigte eine Sprecherin gegenüber unserer Redaktion am Donnerstag. Auch einige Märkte von Edeka bieten kein Feuerwerk mehr an.

Aber: Hornbach verzichtet erst 2020 auf Böller und Raketen im Sortiment, in diesem Jahr können Kunden die Knallkörper noch kaufen. Umwelt- und Tierschutzgründe hätten die Entscheidung von Hornbach beeinflusst, sagte eine Sprecherin.

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Hornbach steht mit seiner Entscheidung nicht alleine da. Den Anfang hatte ein Baumarkt in Mölln in Schleswig-Holstein gemacht. Im „Werkers Welt Baumarkt“ in Mölln im Kreis Herzogtum Lauenburg geht in diesem Jahr keine einzige Rakete über den Ladentisch. Der Grund: Rücksichtnahme nicht nur auf die Umwelt, sondern auch auf die Tiere, die durch das laute Geböller gehörig erschreckt werden.

Edeka: Kein Feuerwerk zu Silvester – „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Feuerwerk“

Und nun ziehen auch einige Märkte von Edeka nach: „Unsere tierischen Mitglieder der Meyer‘s Familie haben einstimmig entschieden - dieses Jahr gibt es bei uns KEIN Feuerwerk zu kaufen!“, teilte Meyers-Edeka in Neumünster (ebenfalls Schleswig-Holstein) mit. Auch hier werden Tierschutz und zu hohe Feinstaub-Werte als Gründe angeführt.

„Wir sind nicht grundsätzlich gegen Feuerwerk – wir befürworten nur eine „öffentliche“ Lösung an tollen Plätzen bzw. Stadtteilen in geordneteren Bahnen“, schreibt die Edeka-Meyers. Meyers hat zwei Märkte in Neumünster.

Rewe-Markt in Dortmund verkauft ebenfalls keine Raketen und Böller

Auch ein Rewe-Markt in Dortmund folgte der Idee und verkauft in diesem Jahr keine Böller und Raketen. „Silvester ist nur ein einziger Tag, aber der Tierschutz gilt das ganze Jahr“, sagte Geschäftsführer Ulrich Budnik den „Ruhr Nachrichten“.

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Seit Jahren keimt am Ende jedes Jahres eine Diskussion um das Verbot von Böllern auf – und man hat das Gefühl, sie wird von Jahr zu Jahr hitziger. Für die einen ist das Knallen an Silvester nicht wegzudenken: 100 bis 150 Millionen Euro geben die Deutschen jedes Jahr für Feuerwerkskörper aus.

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Andere haben große Bedenken wegen des Feuerwerks: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt sich seit Jahren dafür ein, die Silvesterböllerei in Städten zu verbieten, die von Feinstaub enorm belastet sind. Zum Jahreswechsel werden laut Umweltbundesamt durch Raketen und Böller rund 4500 Tonnen Feinstaub freigesetzt.

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Silvester-Klassiker im deutschen Fernsehen

In Deutschland haben sich in den vergangenen Jahrzehnten mehrere TV-Klassiker an Silvester etabliert, darunter:

  • Dinner for One
  • Ein Herz und eine Seele (Folge Sylvesterpunsch)
  • Tratsch im Treppenhaus (Theaterstück mit Heidi Kabel)

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Das entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Menge.

Auch die Wirkung auf Wild- und Haustiere durch das plötzliche Knallen spielt für viele eine Rolle, die sich gegen ein Feuerwerk zu Silvester starkmachen.

Feuerwerk von Weco zurückgerufen

Belgischen Behörden rief zuletzt Feuerwerksprodukte der Firma Weco zurück. Die Behörden teilten mit, es bestehe die Gefahr, dass die Feuerwerkskörper nicht wie vorgesehen funktionieren. Demnach könnte eine Batterie ein nicht löschbares Feuer entfachen.

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Unfälle durch Zünden von Feuerwerkskörpern

Jedes Jahr verletzten sich immer wieder Menschen beim Zünden von Feuerwerkskörpern. Häufig unterschätzen die Menschen die Wirkung der Pyrotechnik und handeln leichtsinnig. Speziell mit den illegal erworbenen "Polenböllern" kommt es immer wieder zu Unfällen. (jg)

 
 

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