Dyson: Ausgerechnet in Coronakrise – dieser Satz fliegt dem Unternehmen jetzt um die Ohren

Ein Werbeslogan von Dyson fliegt der Firma nun um die Ohren. Das Landgericht Köln hat der Werbung einen Riegel vorgeschoben. (Symbolbild)
Ein Werbeslogan von Dyson fliegt der Firma nun um die Ohren. Das Landgericht Köln hat der Werbung einen Riegel vorgeschoben. (Symbolbild)
Foto: imago images / PA Images

Auf diesen Werbespruch hätte Dyson wohl besser verzichtet. Zumindest wenn man das Landgericht Köln fragt. Dort wurde ein Urteil gesprochen, dass dem Technologieunternehmen ganz und gar nicht schmecken dürfte.

Ein Werbespruch, mit dem Dyson bislang einige seiner Produkte angepriesen hatte, wurde der Firma mit Sitz in Großbritannien jetzt nämlich untersagt.

Dyson: Werbung zu Handtrocknern unzulässig

Gerade in Zeiten der Coronakrise ist das Händewaschen so wichtig wie wohl nie zuvor – der Rechtsstreit zwischen Dyson und der Wettbewerbszentrale geht aber noch auf eine Zeit vor Schulschließungen und Kontaktsperre zurück.

Im Fokus steht dabei nicht der markige Staubsauger-Slogan „Ohne Saugkraftverlust“, sondern die Werbung in einer ganz anderen Produktkategorie. Denn neben Staubsaugern produziert Dyson auch Haartrockner, Luftentfeucher, Ventilatoren – und Handtrockner.

In dieser Sparte warben die Briten bislang mit dem Werbespruch: „Nur Dyson ist hygienisch, ökonomisch und ökologisch. Für Papier gilt das nicht.“ Das Unternehmen mit mehr als 12.000 Mitarbeitern darf seine Handtrockner damit nun nicht mehr bewerben.

Dyson erwägt Einspruch

Die Wettbewerbszentrale warf Dyson vor, die Aussage sei irreführend, weil sie gerade auch in ihrer Pauschalität unzutreffend sei. Dabei zog der Verein unter anderem eine Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) heran und monierte, Dyson habe in der Werbung eine selbst in Auftrag gegebene Analyse nicht als Auftragsstudie gekennzeichnet. Das Landgericht Köln folgte dieser Einschätzung.

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Noch ist das Urteil vom Landgericht nicht rechtskräftig. Dyson prüft nach Aussage eines Sprechers, ob es in der Sache Berufung einlegt. Auch, weil das Gericht keinerlei Aussagen über die Handhygiene selbst getroffen habe und die Studie des RKI, auf die sich die Wettbewerbszentrale stützte, aus dem Jahr 2016 stammt. Zu diesem Zeitpunkt seien die beworbenen Dyson-Geräte aber noch gar nicht auf dem Markt gewesen. (dav/dpa)

 
 

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