dm: Schwere Anschuldigung gegen Drogeriemarktkette – „Eine billige Kopie!“

dm: Die Erfolgsgeschichte des Drogeriemarktes

dm: Die Erfolgsgeschichte des Drogeriemarktes

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Ganz schön harter Tobak!

Ein Bio-Fashion-Label hat nun schwere Anschuldigungen gegen dm erhoben. Der Vorwurf: Die Drogeriemarktkette habe einen grünen Rucksack von „Mela“ einfach kopiert. Das Label schreibt: „Gibt es unseren Rucksack jetzt auch bei dm? Nein – aber dafür eine billige Kopie!“

dm: Schwere Vorwürfe - hat der Drogeriemarkt ein Produkt einfach kopiert?

Zum Vergleich hat „Mela“ ein Bild der beiden Rucksäcke nebeneinander bei Instagram gepostet, um zu zeigen, wie identisch diese seien.

Weiter heißt es dort: „Im Frühjahr dieses Jahres bekundete der Drogeriemarkt dm Interesse an Mela-Produkten als Wiederverkäufer und bekam unsere Rucksäcke probeweise zugeschickt.“ Sechs Monate später hätten sie nun im Sortiment „eine unnachhaltige Kopie unseres prämierten Bestseller-Rucksacks „Ansvar I.“ in echter Discounter-Manier liegt der Verkaufspreis von dm noch unter unserem Einkaufspreis.“

Und auch die Produktion greift Mela an: „Zu welchen Arbeits- und Umweltkriterien wurde hier produziert? Jedenfalls nicht nach Fairtrade- oder Bio-Standards, wie bei Mela! Deshalb fordern wir dm dazu auf seine billige Kopie unseres Originals wieder vom Markt zu nehmen!“

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Vielen Nutzern gefällt das gar nicht: „Unfassbar“, Geht einfach gar nicht“ oder „Das geht wirklich gar nicht!“ lauten beispielsweise einige Kommentare.

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Das ist dm:

  • betreibt rund 2.000 Filialen in Deutschland
  • weitere 1.700 in 13 europäischen Ländern
  • daneben betreibt dm einen Onlineshop, in dem du rund um die Uhr einkaufen kannst
  • Seit Jahren produziert dm Eigenmarken wie Balea, Alverde oder Ebelin

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Doch was sagt dm dazu? Auf Nachfrage unserer Redaktion sagt Geschäftsführer Sebastian Bayer: „Wir von dm-drogerie markt bedauern sehr, dass der Eindruck entstanden ist, unser Rucksack für Erwachsene der dm-Marke Pusblu würde Ähnlichkeiten zu dem Artikel von Mela aufweisen.“

Und weiter: „Bei einer genauen Betrachtung lassen sich zahlreiche relevante Unterschiede feststellen. Unser Anspruch ist es, dass Produkte von uns als solche gut erkannt werden können und wir werden in Zukunft darauf noch mehr achten. Derzeit auf dem Markt befindliche Rolltop-Rucksäcke ähneln sich oft.“

dm rechtfertigt sich

Man habe mit dem Fairtrade-Fashion-Label das Gespräch gesucht, das nach Aussagen des Geschäftsführers „sehr offen und konstruktiv“ gewesen sei. Auch zu dem Vorwurf der Produktionsbedingungen sagt dm, „dass wir von dm den Anspruch haben, gemeinsam mit den Herstellerpartnern unserer dm-Marken verantwortlich in Bezug auf Mensch und Natur zu handeln. Wir können die Lieferkette auch bei diesem Produkt nachvollziehen und gehen weiter als es der gesetzliche Standard vorsieht.“

Wird dm den Rucksack dennoch vielleicht aus dem Regal nehmen? Wie Bayer außerdem mitteilt, handle es sich bei dem Rucksack um eine Limited Edition. „Abgesehen von wenigen Restexemplaren in einzelnen dm-Märkten ist er nicht mehr erhältlich.“

Bleibt zu hoffen, dass damit das Kriegsbeil nun begraben ist ... (js)