dm: Kundin schaut sich Sonnenspray genauer an – doch DAS macht sie stutzig

Eine dm-Kundin hat sich bei dem Wetter Sonnenspray beim Discounter gekauft. Doch der Anblick der Inhaltsstoffe irritiert sie. (Symbolbild)
Eine dm-Kundin hat sich bei dem Wetter Sonnenspray beim Discounter gekauft. Doch der Anblick der Inhaltsstoffe irritiert sie. (Symbolbild)
Foto: imago images

Wenn man die Inhaltsstoffe genauer unter die Lupe nimmt, kommt so manche Überraschung zutage. Es ist wohl eine herbe Enttäuschung für eine dm-Kundin! Beim Blick auf das Kleingedruckte einer Sonnenspray-Flasche entdeckte sie ein Detail, das bei ihr für Ernüchterung sorgte.

Sie hatte sich bei dm ein Sonnenspray ausgesucht, auf dem damit geworben wird, dass dieses Produkt keine Nanopartikel enthält. Doch als die Kundin sich die Zutatenliste durchliest, sieht das auf einmal ganz anders aus.

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dm: Kundin blickt auf Inhaltsstoffe von Sonnenspray – und ist enttäuscht

Denn auf der Produktrückseite ist von „Acrylates / C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer“ die Rede. Dabei handelt es sich um flüssige Kunststoffe, die unter anderem als UV-Filter fungieren. Die synthetisch hergestellten Verbindung gelten allerdings als nur schwer abbaubar.

Die dm-Kundin kann es nicht fassen. Sie postet Bilder des gekauften Sprays auf Facebook und markiert sowohl das Werbeversprechen „Ohne Nanopartikel“ als auch die Zutatenliste.

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„Das gilt wohl nicht als Nanopartikel?“, schreibt sie dazu. „Bin etwas enttäuscht von der Produktdarstellung.“

Hersteller gesteht: „Sind nicht 100 Prozent glücklich damit“

Rund zwei Tage später erhält die enttäuschte Kundin eine Antwort von dm auf ihre Beschwerde. Doch da es sich bei dem Sonnenspray um keine dm-Eigenmarke handelt, kann sich die Drogerie bei ihren Angaben nur auf den externen Hersteller beziehen.

Hersteller erklärt sich

Den zitiert dm wie folgt: „Bei den in den Sonnensprays verwendeten Cross- und Co-Polymeren handelt es sich um flüssige Kunststoffe, die wir in der jetzigen Rezeptur als Filmbildner benötigen, um die Wasserfestigkeit der Sprays zu erhöhen und somit den ausgelobten Schutz zu gewährleisten. Auch wir sind mit der Benutzung von flüssigen Kunststoffen in unseren Sonnensprays nicht 100 Prozent glücklich. Klarstellen möchten wir, dass es sich bei den genannten Inhaltsstoffen nicht um die klassischerweise als Mikroplastik bezeichneten kleinen Plastikkügelchen handelt, welche in Zahncremes, Peelings, etc. vorkommen können.“

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Das ist dm:

  • Der Drogeriemarkt betreibt rund 2000 Filialen in Deutschland
  • Und 1700 weitere in insgesamt 13 europäischen Ländern
  • Daneben betreibt dm einen Onlineshop, in dem du rund um die Uhr einkaufen kannst
  • Seit Jahren produziert dm Eigenmarken wie Balea, Alverde oder Ebelin

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Die dm-Kundin versucht, die ganze Angelegenheit zu verstehen und fragt noch einmal nach: „Das Produkt enthält Kunststoff, aber um das Produkt besser zu vermarkten, hat man den Kunststoff als Liquid umgeformt? Gesundheitsschädlich?“ Doch dm blockt ab und verweist erneut auf den Hersteller.

Mikroplastik im Sonnenspray

Die Verwendung von Mikroplastik in Sonnenschutzmitteln ist keine neue Erfindung. Der Kosmetikhersteller „Börlind GmbH“ im baden-württembergischen Calw beschrieb die Zugabe dieser Hilfsstoffe sogar als alternativlos.

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Im Jahr 2017 nahm man deshalb zwei Sonnenschutzmittel komplett aus dem Sortiment, um auf flüssige Kunststoffe zu verzichten. Die offizielle Stellungnahme lautete damals: „Jedoch zählen Acrylates zu der Gruppe Mikroplastik. Wurden unter dem Begriff bislang nur feste Kunststoffe geführt, sprich Plastikpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind und unter anderem in Peelingprodukten zu finden sind, zählen mittlerweile auch flüssige Kunststoffe wie Acrylates dazu.“ (at)

 
 

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