dm: Peinliche Klatsche für Drogerie! „Sag uns, was dein Kind zwischen den Beinen hat“

dm: Die Erfolgsgeschichte des Drogeriemarktes

dm: Die Erfolgsgeschichte des Drogeriemarktes

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Das Angebot beim Drogeriemarkt dm ist riesig. Mann, Frau, alt, jung – für jeden scheint etwas in den dm-Regalen dabei zu sein.

Was dabei auffällt, ist eine strenge Einteilung der dm-Produkte in weibliche und männliche Zielgruppe. Dafür wurde der Drogerie-Riese jetzt abgestraft – doch er wehrt sich.

dm erhält Negativ-Auszeichnung – das ist der Grund

Die Drogerie dm wurde ausgezeichnet! Das ist allerdings kein Grund zur Freude. Denn der „Goldene Zaunpfahl“ ist ein Preis für „absurdes Gendermarketing“ und prangert das klischeehafte und gegenderte Sortiment sowie das dazugehörige Marketing an – wie zum Beispiel groß gekennzeichnete Regale.

„Ob Lätzchen für Feen und Sandkastenchefs, die SEINZ-Abteilung oder gegenderte Kinderpflege: dm fühlt sich wohl in der Rosa-Hellblau-Falle“, heißt es auf Twitter zu der Auszeichnung.

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Das ist dm:

  • betreibt rund 2.000 Filialen in Deutschland
  • weitere 1.700 in 13 europäischen Ländern
  • daneben betreibt dm einen Onlineshop, in dem du rund um die Uhr einkaufen kannst
  • Seit Jahren produziert dm Eigenmarken wie Balea, Alverde oder Ebelin

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In der Laudatio für den „Wink mit dem Zaunpfahl“ heißt es von Jury-Mitglied Judith Rahner zynisch: „'Hier bin ich Mensch, hier kauf' ich ein?' Weit gefehlt. Hier bin ich Mann, Junge, Frau oder Mädchen.“

+++ dm wagt Neues – DAS gibt es dieses Jahr zum ersten Mal! +++

Bereits in der Nominierung hieß es in Hinblick auf rosa und hellblaue Baby-Produkte: „Sag' uns, was dein Kind zwischen den Beinen hat, wir sagen dir, welche Schnuller, Spucktücher, Trinkfläschchen und Lätzchen es benutzen soll.“

Demnach habe das Unternehmen in seinen Filialen eine Vielzahl an Produkten nach „binärer Geschlechtertrennung benannt, sortiert und die Verpackungen entsprechend klischeebehaftet gestaltet.“

+++ Rossmann: Rückruf! Bei DIESEM Produkt riskierst du Infektionsgefahr wegen Bakterien +++

dm wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Drogeriemarkt nimmt Stellung zu den Vorwürfen. Zum einen seien einige der kritisierten Produkte schon lange nicht mehr im Sortiment – zum anderen orientiere man sich an den Bedürfnissen der Kundschaft.

„So stellen wir in Bezug auf Baby- und Kinderprodukte fest, dass sich die Mehrheit unserer Kundinnen und Kunden für Mädchen und Jungen beispielsweise eine bekannte Farbgestaltung und Gestaltung des Designs wünschen.“ Es gebe aber „selbstverständlich“ im Sortiment auch Waren mit geschlechtsneutraler Gestaltung.

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Mehr zu dm:

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Zudem empfehle dm seinen Kunden, „sich für das Produkt zu entscheiden, mit dem sich die Eltern und vor allem das Kind am wohlsten fühlt – unabhängig von Farbe und Motiven.“

Verliehen wird der „Goldene Zaunpfahl“ übrigens von dem Bonner Verein Klische*esc. Laut dem war dm bereits 2017 in der Nominierung für den Negativpreis, in diesem Jahr wurde der „Zaunpfahl“ zum ersten Mal verliehen – an Leselernbücher für Mädchen oder Jungen. (kv mit dpa)