DHL: Frust bei den Kunden! DIESE Änderung macht viele wütend

DHL hat sich aktuell den Zorn vieler Kunden zugezogen
DHL hat sich aktuell den Zorn vieler Kunden zugezogen
Foto: Bastian Kienitz/Imago
  • Das Geschäft der Paketdienste brummt, die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen zieht stark an.
  • Doch die Branche plagen Probleme.
  • Nun will der Marktführer DHL mehr Geld von seinen Kunden.

Es war zuvor angekündigt worden, doch die Kunden sind trotzdem sauer: DHL erhöht seine Preise!

Wenn du mit DHL seit 1. Januar Pakete und Päckchen verschickst, musst du tiefer in die Tasche greifen. Das Versandunternehmen hat an der Preisschraube gedreht. Diese Kosten erwartet dich nun.

Seit 1. Januar 2020 kosten Paketprodukte und Serviceleistungen bei DHL mehr, wie das Unternehmen kurz vor Jahresende mitteilte.

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DHL: Pakete werden in 2020 teurer

Die Preise steigen laut DHL durchschnittlich um drei Prozent im nationalen Versand. Die DHL-Preisübersicht liefert konkrete Zahlen: Die Änderungen variieren von zehn Cent bis zu zwei Euro. Lediglich die Preise für ein DHL-Päckchen der Größe S sowie der Filialpreis für ein Fünf-Kilo-Paket bleiben unverändert.

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Der Konzern begründet diesen Schritt mit den allgemein gestiegenen Personal- und Transportkosten.

Andere Paketdienste haben ihre Preise auch erhöht

Zuletzt hatte DHL 2017 die Paketpreise angehoben, für einige Sendungsarten liegt die Erhöhung noch länger zurück. Der jetzige Schritt kam nicht überraschend.

Denn die Branche ist zwar wegen des boomenden Online-Handels auf Wachstumskurs und es klingelt kräftig in den Kassen. Zugleich muss sie aber hohe Investitionen in moderne Fahrzeuge und Anlagen stemmen. Wettbewerber wie Hermes und DPD hatten bereits dieses Jahr ihre Preise erhöht.

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Der Prozentwert der Preissteigerung ist mengengewichtet - würde man alle unterschiedlich großen DHL-Pakete und Päckchen eines Jahres zusammenwerfen, würde ihr Versand drei Prozent teurer.

Bei den einzelnen Paketarten fällt die Erhöhung unterschiedlich aus:

  • Ein bis zu zwei Kilo schweres, mittelgroßes Päckchen zum Beispiel kostet in der Filiale für den Inlandsversand künftig 4,79 Euro, bisher sind es 4,50 Euro.
  • Der Versand eines bis zu 10 Kilo schweren Pakets verteuert sich in der Filiale um einen Euro auf 10,49 Euro.
  • Bei dem bis zu 31,5 Kilo schweren Paket liegt der Anstieg ebenfalls bei einem Euro auf 18,49 Euro.

Um den Personalaufwand bei der Annahme zu verringern, unterscheidet die Post weiterhin zwischen dem Filialpreis und dem Onlinepreis. Wer seine Sendung im Internet selbst frankiert und dann nur noch in Filialen und Packstationen abgibt oder einem Zusteller auf der Straße mitgibt, zahlt deutlich weniger.

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Das ist DHL:

  • DHL wurde 1969 als deutscher Paket- und Brief-Express-Dienst in San Francisco gegründet
  • Gründer sind Adrian Dalsey, Hillblom und Robert Lynn
  • Seit 2002 gehört DHL zur Deutsche Post DHL Group
  • DHL hat seinen Sitz in Bonn

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Das mittelgroße Zwei-Kilo-Päckchen wird online 30 Cent billiger sein als die Filialvariante, bisher sind es nur elf Cent weniger. Als einzige Sendungsart unbetroffen von der Anhebung ist das Päckchen S, das ebenfalls bis zu zwei Kilo schwer sein darf und relativ klein sein muss: Es kostet weiterhin 3,79 Euro - egal ob in der Filiale oder online.

Geschäftskunden zahlen bereits seit September mehr

Bei der am Dienstag bekanntgegebenen Anhebung geht es um die Preise für Privatkunden. Geschäftskunden - vor allem Online-Händler - müssen schon seit September mehr zahlen beziehungsweise dies ab Januar tun. Wie viel mehr die Businesskunden hinlegen müssen, ist nicht bekannt. Die Firmen dürften die höheren Kosten an die Privatkunden großteils weiterreichen.

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Die Deutsche Post DHL hat am deutschen Paketmarkt eine dominierende Rolle - ihr Umsatzanteil bei Paketen liegt bei 44 Prozent. Bei Standard-Geschäftskundenpaketen ist sie nach Auffassung der Monopolkommission „marktbeherrschend“.

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DHL hat praktisch weiterhin ein Monopol

Nachdem es 2018 in der Brief- und Paketsparte des Bonner Konzerns kriselte, bekam der ehemalige Staatsmonopolist seine Probleme in diesem Jahr in den Griff und der Bereich war wieder sehr profitabel. Die Paketpreise sind - im Gegensatz zum Briefporto - nicht staatlich reguliert, vielmehr können die Konkurrenten sie selbst festlegen.

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Die Deutsche Post DHL betonte am Dienstag ihre hohen Investitionen - bereits im Frühjahr hatte sie angekündigt, im Zeitraum 2019 bis 2021 pro Jahr jeweils 150 Millionen Euro unter anderem in mehr Personal und einen Ausbau der Packstationen zu stecken. Derzeit hat die Firma bundesweit rund 4400 der automatisierten Abholstationen im Bestand. Mit dem Angebot will das Unternehmen eine Alternative zu der für die Dienstleister teuren Haustürzustellung etablieren.

Politik übt Kritik

Aus der Politik kam Kritik an der Bonner Preispolitik. Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Reinhard Houben, wies darauf hin, dass die Nachnahme-Sendung und das versicherte Zwei-Kilo-Paket weiterhin nur online gebucht werden können, also nicht in der Filiale.

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„Diese Produktstrategie benachteiligt all diejenigen Menschen, die Online-Geschäften skeptisch gegenüberstehen oder überhaupt nicht über einen Internet-Anschluss verfügen.“ Houben gab zu bedenken, dass etwa sechs Prozent der Haushalte noch offline seien. Gerade ältere Menschen würden sich mit dem Internet noch schwertun. (dpa)

 
 

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