DHL: Paketdienst überrascht Kunden plötzlich DAMIT – „etwas komplett Neuartiges“

DHL: Gibt es neue Designs beim Paketdienst? Aktuell sind DHL-Lieferungen mit ungewöhnlichem Look in Deutschland unterwegs.
DHL: Gibt es neue Designs beim Paketdienst? Aktuell sind DHL-Lieferungen mit ungewöhnlichem Look in Deutschland unterwegs.
Foto: imago images / Waldmüller; imago images / Ralph Peters (Montage: DER WESTEN)

Berlin. Hat DHL etwa ein neues Design für seine Pakete entwickelt?

Dieser Gedanke könnte einem beim Blick auf die Facebook-Posts des Paketdienstes in den letzten Tagen durchaus kommen. Schließlich zieren plötzlich Balken mit Regenbogenfarben die DHL-Kartons. Wir erklären euch, was dahintersteckt.

DHL verschickt bunte „Pride-Pakete“ für den Christopher Street Day

Bei genauerem Hinsehen und kurzer Recherche kommt heraus: Es geht um den Christopher Street Day (CSD) in Berlin. Dieser findet am Samstag statt, allerdings ist eine große Party in der Stadt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht möglich. Stattdessen findet der CSD als Internet-Livestream statt. Deshalb will DHL den CSD zu den Feiernden „nach Hause“ bringen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt 1.500 so genannte „Pride-Pakete“ wurden am Montag losgeschickt. Der Name bezieht sich auf das Motto des diesjährigen Berliner CSD: „Don’t Hide Your Pride! – Sichtbarkeit hier und weltweit“ (deutsch: „Verstecke deinen Stolz nicht!“). Auch auf der Seite der Pakete prangt der dazu passende Schriftzug: „Delivered with pride“ (= „geliefert mit Stolz“).

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Das ist der Christopher Street Day:

  • Der CSD ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen
  • Der Name erinnert an den Stonewall-Aufstand von 1969 in der Christopher Street in New York, als eine Polizeirazzia gegen eine Kneipe mit trans- und homosexueller Kundschaft eskalierte und zu tagelangen Straßenschlachten führte
  • Die Bezeichnung „Christopher Street Day“ ist lediglich in den meisten deutschsprachigen Gebieten gängig. Vor allem im englischsprachigen Raum spricht man eher von „Gay Pride“ oder den „Pride Parades“.
  • Den ersten CSD gab es in Deutschland am 30. Juni 1979 in Bremen
  • Die größten deutschen CSD-Umzüge finden heutzutage in Köln und Berlin statt

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+++ DHL mit Paket-Revolution – doch die Sache hat diesen massiven Haken +++

Der Inhalt der limitierten Päckchen: eine Regenbogenflagge, das diesjährige CSD-Bändchen, eine Trillerpfeife, eine Überraschung – und wer mag, bekommt auch noch einen Drink mitgeliefert. Bis zum 15. Juli konnten Interessierte auf der Homepage des Berliner CSD ein solches „Pride-Paket“ bestellen, damit es rechtzeitig bis zum Samstag zugestellt werden kann.

DHL: Aktion ist „etwas komplett Neuartiges“

Die Idee der „Pride-Pakete“ sei „etwas komplett Neuartiges“, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage unser Redaktion erklärte. Und auch DHL-Personalvorstand Thomas Ogilvie zeigt sich begeistert von der Aktion.

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„Wir beschäftigen bei Deutsche Post DHL Group rund 550.000 Menschen aus allen Ländern, Kulturen und Religionen dieser Welt. Vielfalt, Aufgeschlossenheit und Toleranz sind wichtig für unsere Gesellschaft und unser Unternehmen. Sie sind die Grundlage für unseren Erfolg und Basis für die Werte Respekt und Resultate, die wir als Unternehmen vertreten“, wird Ogilvie in einer DHL-Mitteilung zitert. „Ich finde es toll, dass Tausende Menschen einen Weg gefunden haben, trotz der aktuellen Situation auch in diesem Jahr den CSD und damit die Vielfalt zu feiern.“ (at)

 
 

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