DHL: Hermes bläst zum Angriff – SO sollen deine Pakete noch schneller kommen

Hermes entwickelt neues Auslieferungskonzept. Müssen sich DHL, Dpd und Co. nun warm anziehen?
Hermes entwickelt neues Auslieferungskonzept. Müssen sich DHL, Dpd und Co. nun warm anziehen?
Foto: imago images/Seeliger

Der Online-Handel boomt seit dem ersten Lockdown und so steigt auch der Bedarf für den Versand. Irgendwer muss die zahlreichen Bestellungen zu den sehnsüchtigen Käufern ja bringen. So haben DHL, Hermes, Dpd und Co. ordentlich zu tun.

Doch nun entwickelt der Transportriese Hermes ein neues Konzept und möchte damit an DHL und anderen Konkurrenten vorbei ziehen.

DHL: Hermes entwickelt neue Software-Lösung

Nach der wirtschaftlichen Katastrophe 2020 für den stationären Handel schreiben die Versandhändler weiterhin schwarze Zahlen: „Die Sendungsmengen sind nach wie vor auf einem hohen Niveau. Mit Blick auf die letzte Januar-Woche 2021 ist die Anzahl der Ausgangssendungen, also die Sendungen, die in die 'Letzte Meile' eingespeist werden, knapp 30 Prozent höher als im Vorjahr“, erklärt der Leiter für das operative Geschäft bei Hermes, Marco Schlüter „Inside Digital“.

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Um noch effizienter unterwegs zu sein wurde nun ein neues Konzept entwickelt. Schon seit 2019 kooperiert Hermes mit dem Start-Up „Viscopic“, welches nun in Zusammenarbeit eine neue Software-Lösung vorstellt.

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Das ist Hermes:

  • Hermes ist ein Paketdienst, der 1972 gegründet wurde
  • Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Hamburg
  • Hermes beschäftigt 15.500 Mitarbeiter
  • Der Jahresumsatz beträgt rund 3,2 Milliarden Euro
  • Online ist ein Sendungsverfolgung oder Tracking möglich
  • Die Kosten für Päckchen oder Paket unterscheiden sich nach Größe

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Zunächst soll es auf Bayerns Straßen getestet werden. Dabei kümmert sich die Software um die intelligente Beladung der Zusteller-Autos mit dem Ziel, dass die Auslieferung einfacher und effizienter abgewickelt wird und die Such- und Sortierzeiten vor Ort reduziert werden:

„Wir unterteilen die große Frachtmenge zunächst in kleine Portionen, die jeweils in einer Packtasche Platz finden“, erklärt Geschäftsführer Felix Meißgeier von Vicopic.

DHL-Konkurrenz testet Auslieferungssystem auf Effizienz

Die quaderförmigen Taschen werden dann von den Zustellern in die Fahrzeuge verstaut. Dabei sei die Reihenfolge entscheidend: „Weil die Touren einem ähnlichen Ablauf folgen, können die Taschen auch entsprechend beladen werden“, erklärt Meißgeier weiter.

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Eine digitale Belade-Assistenz-App übernimmt vorab die Sortierung der Lieferungen. Dabei lernt die Software-Lösung von der örtlichen Route und ordnet dann die Pakete für die nächste Auslieferung in eine logische Reihenfolge.

Mithilfe von einer digitalen Anzeige kann der Zusteller sehen in welcher Tasche sich das nächste Paket befindet. Dabei erinnert das System etwas an dem Auslieferungssystem von Amazon.

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Eine Abkupferung wehrt Hermes aber ab: „Die von Viscopic entwickelte Lösung orientiert sich ausschließlich an unseren Anforderungen, sie wurde somit passgenau auf die Abläufe bei Hermes Germany zugeschnitten“, verrät eine Presse-Sprecherin von Hermes auf Nachfrage von „Inside Digital“.

Zumindest können sich DHL, Dpd und Co. warm anziehen. Wie das Konzept am Ende in der Praxis funktoniert, muss sich allerdings auch erst noch beweisen. (pag)

 
 

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