DHL und Deutsche Post: Schlussstrich! DAS wird nicht länger angeboten

Deutsche Post: Päckchen nicht angekommen - was Du jetzt tun musst

Deutsche Post: Päckchen nicht angekommen - was Du jetzt tun musst

Viele kennen das Ärgernis. Ihr habt etwas bestellt, doch das Päckchen ist nicht bei euch angekommen und ihr habt auch keine Benachrichtigung im Briefkasten? Euch sind die Hände dann nicht gebunden.

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DHL, beziehungsweise die Deutsche Post, hat nun einen Schlussstrich gezogen.

Anstelle sich wie bisher selber zu versorgen, wird das für DHL nun von einer anderen Firma übernommen.

DHL produziert DAS nicht mehr selber

Die Deutsche Post DHL hat sich nämlich aus der Produktion von Elektrofahrzeugen verabschiedet.

Der Bonner Konzern gab bekannt, dass er die Produktionsrechte für den Streetscooter an das Luxemburger Firmenkonsortium Odin Automotive verkauft habe. Der Käufer werde die Stromer weiter bauen. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Auch die Streetscooter-Tochterfirmen in Japan und der Schweiz wechseln den Eigentümer.

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Das ist die Deutsche Post DHL Group:

  • Post- und Paketdienstleister sowie Anbieter internationaler Express-, Speditions-, E-Commerce- und Supply-Chain-Management-Leistungen
  • Von 1998 bis 2002 schrittweiser Erwerb von DHL durch Deutsche Post AG
  • Konzern mit rund 550.000 Mitarbeiter in 220 Ländern
  • 65,34 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2019

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Eine Streetscooter-Tochter mit 300 Beschäftigten bleibt dem Gelben Riesen aber erhalten. Die Aachener Streetscooter GmbH soll noch als Zulieferer für Odin fungieren – hierbei geht es zum Beispiel um Fahrzeugteile und Batterien, die ohnehin noch auf Lager sind. Außerdem erledigt die Post-Tochter weiterhin die Wartungsarbeiten und die Instandhaltung der konzerneigenen Elektrotransporter-Flotte.

DHL hat Produktionsrechte für Streetscooter verkauft

Derzeit hat die Post in Deutschland rund 17.000 Streetscooter im Einsatz, die Elektroflotte soll auf 21.500 ausgebaut werden – die dafür nötige Fertigung soll nun Odin übernehmen. An der Luxemburger Firma bekommt die Post einen Anteil von zehn Prozent. Der Deutschen Post war es nur selten gelungen, Streetscooter an andere Unternehmen zu verkaufen.

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Der Käufer wiederum hat viel vor: In einer Mitteilung von Odin heißt es, Streetscooter sei die erste Übernahme „in einer Reihe von Transaktionen, die im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden sollen“. Man wolle „zu einem neuen globalen Marktführer“ bei der Herstellung und beim Vertrieb von elektrischen, leichten Nutzfahrzeugen werden.

An der Spitze von Odin sitzt der Manager Stefan Krause, der früher Finanzchef bei BMW und der Deutschen Bank war. Er bezeichnete die Streetscooter-Übernahme von der Deutschen Post als „großen Meilenstein“ für Odin Automotive. (gb mit dpa)