Deutschlandfunk: Drastische Änderung bei Radiosender – DAS wird es ab Februar nicht mehr geben

Deutschlandfunk: Beim Sender wird es bald eine Änderung geben.
Deutschlandfunk: Beim Sender wird es bald eine Änderung geben.
Foto: dpa

Rund zwei Millionen Menschen hören jeden Tag den Deutschlandfunk. Gerade für sein informatives Radioprogramm mit einem hohen Nachrichtengehalt ist der öffentlich-rechtliche Sender bekannt.

Jetzt hat der Deutschlandfunk allerdings eine drastische Änderung bekanntgegeben, die ab Februar kommen wird.

Deutschlandfunk: Folgt Wunsch seiner Hörer

Seit dem Mai 1964 berichtet der Deutschlandfunk über Verkehr und Stau auf deutschen Straßen. Die Hörer sollen so kurz und knapp über die Verkehrslage in ihrer Umgebung informiert werden.

Nach fast 60 Jahren wird damit nun Schluss sein. Denn der Deutschlandfunk wird die Verkehrsmeldungen aus seinem Programm streichen. Die durchschnittliche Tageszeit von 30 Minuten soll dann zukünftig für Nachrichten genutzt werden.

Grund für diese drastische Entscheidung soll sein, dass seine Hörer die Meldungen nicht für wichtig genug halten. So habe eine Befragung von gut 5300 Hörern im Sommer 2019 ergeben, dass knapp 70 Prozent die Verkehrsnachrichten als „nicht wichtig“ oder „weniger wichtig“ betrachten.

Deutschlandfunk sagt dazu: „Der Nutzwert bundesweiter Verkehrsmeldungen im Radio hat in Zeiten von Navigationsgeräten mit Echtzeit-Informationen über das Verkehrsgeschehen deutlich abgenommen. Viele unserer Hörerinnen und Hörer haben sich daran gestört.“ Neben Navigationssystemen sind offenbar auch Handysoftwares eine Konkurrenz für den Sender.

Der öffentlich-rechtliche Sender ist nicht der erste Sender, der seine Verkehrsmeldungen aufgibt. Im Mai 2019 nahm Rock Antenne den Verkehrsfunk ebenfalls aus dem Programm.

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Andere Sender dagegen weiter erfolgreich

Trotzdem sind andere Radiosender mit ihren Verkehrsmeldungen weiter erfolgreich. Der private Sender RPR1 in Ludwigshafen kommt täglich auf 100 Minuten Sendezeit für Verkehr. Ein Leiter des Senders erklärt: „Aus unseren Befragungen wissen wir, dass Hörer ihre Strecke teilweise vor Fahrtantritt über das Smartphone checken, im Auto aber das Radio nutzen, um über aktuelle Entwicklungen informiert zu bleiben.“ Doch seien die reinen Stauinfos mittlerweile weniger wichtig als der einordnende Überblick.

Auch für den öffentlich-rechtlichen Norddeutschen Rundfunk (NDR) sind die Verkehrsmeldungen nach wie vor ein wichtiger Bestandteil seines Programms. Fast vier Stunden berichten die NDR-Programme über Stau und Verkehr. Der Sender meint sogar: „Die Verkehrsmeldungen im Radio sind angesichts der Zunahme des Verkehrs auf den bundesdeutschen Straßen wichtiger denn je.“

Ähnlich sehen es der Südwestrundfunk (SWR), das Hit Radio FFH in Hessen sowie das radio NRW. Für die Sender würden die Verkehrsmeldungen zu den wichtigsten Rubriken gehören. Der SWR berichtet zudem, dass Infos zu Störungen im S-Bahn- und Bahn-Netz sowie Parkplatzinformationen eine immer bedeutendere Rolle spielen würden.

Änderung hat „persönlichen“ Ursache

Ursachen für den Misserfolg der Verkehrsmeldungen im Deutschlandfunk liegen somit nicht nur direkt in den Navigationssystemen und der Handysoftwares. Manche Sender wissen die Technologie zu ihrem Vorteil zu nutzen: Der SWR nutzt eine App sowie Smartspeaker. Zudem sendet er Meldungen frei empfangbar an Navigationsgeräte. Antenne Bayern und Rock Antenne bieten eine Blitzer-App an.

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Der Deutschlandfunk hat den Smartphone-Nutzern dagegen wenig zu bieten. Vor allem aber ist der Unterschied des Deutschlandfunks zu anderen Sendern, dass er überregional berichtet. Somit bietet er seinen Hörern nicht derart passende Verkehrsmeldungen, wie andere regionale Sender es tun. (dpa mit nk)