Wetter in Deutschland: Kälte-Schock – Daten von Auswertung schockieren

Der Winter zieht auf. Am Wochenende könnte sogar die ersten Schneeflocken fallen.
Der Winter zieht auf. Am Wochenende könnte sogar die ersten Schneeflocken fallen.
Foto: dpa

Nach einem erstaunlich mildem Start in den November wird es nun doch kälter. Dabei stiegen die Temperaturen in Teilen Deutschlands am Wochenende noch einmal auf bis zu 20 Grad an. Doch damit ist nun, vorerst, Schluss.

Wie Meteorologe Dominik Jung von „wetter.net“ berichtet, fallen die Temperaturen am Donnerstag auf 6 bis 11 Grad, am Wochenende sogar unter die Marke von 3 Grad ab. In höheren Lagen, ab 500 Metern, seien nach dem amerikanischen Wettermodell sogar die erste Schneeflocken möglich.

Wetter in Deutschland: Kachelmann zeigt Entwicklung mit Auswertung auf

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Derweil zeigt die Auswertung des Rekordsommers in Deutschland weiterhin eine dramatische Entwicklung. Für die Auswertung hat „Kachelmannwetter“ die Werte einer Berliner Wetterstation (Berlin-Dahlem) von 1950 bis 2019 ausgewertet.

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Kältephase im vergangenen Jahrhundert:

  • Obwohl die Temperaturen seit dem frühen 18.Jahrhundert eigentlich stetig steigen, gab es eine Kühlphase zwischen dem Ende der 1930er-Jahre und den späten 1960er-Jahren
  • Als besonders kalt gelten die Winter in den Jahren 1939/1940, 1941/1942, 1946/1947 sowie 1962/1963
  • In Europa fiel etwa 1962 bereits im November Schnee, in Osteuropa fielen die Temperaturen auf minus 40 Grad Celsius
  • Die Kälte zeigte sich auch sehr bildlich. So schwammen im Winter 1962/1963 auf dem niederländischen Wattenmeer ganze Eisberge und der gesamte Bodensee war zugefroren. Das war davor zuletzt 1830 der Fall - und kam seit 1963 kein einziges Mal mehr vor

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Die Entwicklung zeigt ganz klar, dass die Zahl der Hitzetage in diesem Zeitraum, trotz der üblichen Schwankungen, beständig zugenommen hat.

Entwicklung schockiert: Immer größere Hitze

Gab es 1950 gerade einmal acht Hitzetage, waren es 2019 schon 24. Dazwischen lagen einige noch kühlere Sommer. 1965, 1987 und 1988 gab es etwa nur einen einzigen Hitzetag. Doch die Zahl der kühlen Sommer geht eindeutig zurück.

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Weiße Weihnacht:

  • Die Annahme, dass es früher sehr regelmäßig Weiße Weihnacht gab, ist nicht ganz richtig
  • Kachelmannwetter hat ausgewertet, dass es seit 1950 in deutschen Großstädten an Weihnachten selten geschlossene Schneedecken gab: Hamburg (12 mal), Berlin (16 mal), Köln (4 mal), Frankfurt (11 mal), München (25 mal)
  • Besonders prägnant ist dabei Weihnachten 1964, als fast ganz Deutschland von Schnee bedeckt war, gleiches war 1986 der Fall
  • Generell waren die Weihnachten zu Beginn der 1960er-Jahre besonders kalt
  • Es gab aber auch immer wieder warme Weihnachten, wie etwa 1977, 1983 oder 1997
  • Allerdings fällt ins Auge, dass die Zahl der warmen Weihnachten zuletzt deutlich zunahm. Mit Ausnahme der enorm kalten und schneereichen Weihnacht von 2010, war es an Weihnachten fast durchgängig recht mild

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In den Jahren zwischen 2000 und 2019 gab es in fünf Jahren (2003, 2006, 2015, 2018, 2019) mehr als 20 Hitzetage. Das war zuvor in keinem einzigen Sommer seit 1950 der Fall. Der Höchstwert lag mit 19 Hitzetagen im Jahr 1994.

Temperaturen auf der Erde steigen stetig an

Die Auswertung einer Potsdamer Wetterstation zeigt, dass es hier seit Beginn der Messung im Jahr 1893 bis 2000 lediglich zwei Mal mehr als 20 Hitzetage pro Sommer gab, und zwar in den Jahren 1911 und 1947. Die schockierende Auswertung bestätigt, dass die Temperaturen auf der Erde beständig steigen. Und das unaufhaltsam. (mit dpa)

 
 

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